Üplingen l Welche Mutter freut sich an ihrem Ehrentag nicht über einen bunten Strauß? Genau so einen Strauß aus bunten Melodien wollte die Singgemeinschaft Warsleben auch in diesem Jahr wieder zu ihrem Muttertagskonzert in der Üplinger Kirche binden.

Wie in den Vorjahren hatte sich die Singgemeinschaft für dieses besondere Konzert unter dem Motto "Für Frauen ist das kein Problem ..." Unterstützung eingeladen. Die Eröffnung übernahm so der Männerchor "Glück auf" Sommersdorf mit dem Lied "Leise zieht durch mein Gemüt". Urte Ohnesorge, die charmant durch das nachmittägliche Programm führte, freute sich, dass so viele der Einladung zu dieser musikalischen Veranstaltung gefolgt waren. Denn bereits einige Zeit vor Konzertbeginn füllte sich die Kirche und die Sitzplätze wurden knapp. "Dieser Nachmittag gehört allen Müttern. Genießen Sie mit uns eine Stunde voller Melodien", lud sie ein.

Die Männer mit ihren kräftigen Stimmen begeisterten außerdem mit Liedern wie "Nun will der Lenz uns grüßen", "Stolz wie ein Adler" und sicherlich dem Lieblingslied vieler Konzertbesucher aus dem Repertoire des Chores, "Glück auf, der Steiger kommt".

Bei einem Muttertagskonzert dürfen auch Volkslieder nicht fehlen. Mit "Der Winter ist vorüber", "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach" oder "Der Mühljung`" erklangen in Üplingen deutsche und österreichische Lieder aus dem umfangreichen Programm der Singgemeinschaft.

"Wer erinnert sich nicht noch an die Lieder von Frank Schöbel?" fragte Urte Ohnesorge das Publikum. Mit dem Lied "Liebe Mama" wurden nicht nur Erinnerungen wach, so mancher war davon ganz besonders tief berührt, denn es wurde von Alina, Sophia und Lena vorgetragen. Die drei waren die jüngsten Mitwirkenden des Programms. In der Ottleber Kindertagesstätte "Schloss Trautenburg" haben sie sich mit Kerstin Busse auf diesen großen Auftritt vorbereitet und meisterten ihn mit Bravour. "Um unseren Nachwuchs müssen wir uns keine Gedanken machen", sagte Urte Ohnesorge mit einem Augenzwinkern.

Die Singgemeinschaft gab aber auch bekannte Schlager wie "Das Beste", "Only Time", "Das Model" oder "Hallelujah" zum Besten. Und bei den Muttertagskonzerten nutzen die Damen auch gern die Gelegenheit, ihr Publikum mit Premieren zu überraschen. In diesem Jahr gab es davon sogar zwei. "Wir haben einen ganz wunderbaren Chorleiter", lobte Urte Ohnesorge Hartmut Sievert. "Als der das Lied hörte, sagte er gleich `Das ist Euer Lied` und bearbeitete es für den Chor." So kannten viele der Anwesenden den Liedtext "Geld überweisen, Kühlschrank enteisen, Aktien verkaufen, Marathon laufen ... für Frauen ist das kein Problem" sicher aus ihrem eigenen Alltag. Die zweite Premiere war dann eine Version des bekannten "Let it be" der Beatles.

Den musikalischen Blumenstrauß vervollständigten Alexander Pappenberg mit seiner Tuba, Nele Rehwald, Mathilde Wesely und Jörn Froböse als das Blockflötentrio der Kreismusikschule "Kurt Masur" aus Oschersleben sowie Jasmin Behrendt, die die Singgemeinschaft bei einigen Liedern am Klavier unterstützte. Rolf Rönnebeck begleitet die Damen nicht nur mit dem E-Bass, er rundete das Programm am Sonntag mit zwei Geschichten ab, die zur Erheiterung beitrugen.

Kurz vor dem Ende des unterhaltsamen Konzerts war es Ferdinand Riedl ein Bedürfnis, Danke zu sagen: "Danke für diesen schönen Nachmittag und Danke für ein besonders wertvolles Geschenk - die Zeit. Sie haben viel Zeit mit Proben zugebracht und erfreuen uns heute Nachmittag mit Ihrer Kunst."

Der tosende Applaus war ein sicheres Indiz dafür, dass der Ausleber allen Anwesenden aus dem Herzen gesprochen hatte. Mit "Frauen, so singt doch" endete der offizielle Konzertteil, doch so schnell wollten die begeisterten Besucher die Singgemeinschaft nicht gehen lassen. Mit lautem Applaus forderten sie noch eine Zugabe. "Ich war noch niemals in New York", erfüllte die Kirche.

Die Aussage, dass es wieder ein sehr schönes Konzert gewesen ist, bestätigte, dass der Männerchor aus Sommersdorf, die Warsleber Singgemeinschaft und die Nachwuchsmusiker mit ihrer Liedauswahl wieder genau den Nerv der Musikfreunde im Publikum getroffen haben, die sich schon auf das nächste Konzert dieser Art freuen.

 

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