In lockerer Atmosphäre zusammensitzen, reden, aber auch aktiv sein, das war das Ansinnen des Betreuer- und Angehörigen-Treffs im Wohnheim "Kaktus". Eine Idee, die zum wiederholten Mal für volles Haus sorgte.

Gröningen l Ein reges Treiben herrscht im Umfeld des DRK-Wohnheims "Kaktus". Während sich hier in lockerer Atmosphäre einige gemütlich unterhielten, betätigten sich ein paar Meter weiter einige sportlich am Tischkicker. Aber auch die Darts-Scheibe, die Fitnessgeräte und die Tischtennisplatte konnten genutzt werden. Der Grund: Das Wohnheim, in dem 46 seelisch behinderte Erwachsene ihr Zuhause haben, beging seinen Betreuer- und Angehörigen-Treff. "Wir führen diese Veranstaltung alle zwei Jahre immer im Wechsel mit dem Tag der offenen Tür durch", erklärte Kirsten Ueckermann als Betreuungsleiterin des Wohnheims.

Betreuer und Angehörige haben so nicht nur die Gelegenheit, mal außerhalb des Büros mit den Mitarbeitern Gespräche zu führen, sondern können sich überhaupt die gesamte Einrichtung ansehen. Außerdem können sie sich über Therapieansätze informieren. Ein Angebot, das auch diesmal sehr viele der Eingeladenen wieder gern annahmen.

Und auch das Motto "Gemeinsam aktiv werden" kam bei den Besuchern und Bewohnern gut an. An verschiedenen Stationen wie eben am Tischkicker oder auch auf dem Barfußpfad wurde das Mitmachen belohnt. Wer am Ende viele Wertbons in der Hand hatte, konnte nicht nur beweisen, dass er den Nachmittag über richtig sportlich aktiv war, sondern sich auch einen Preis abholen. Anschließend war das Lächeln auf dem Foto, das im Open-Air-Fotostudio zur Erinnerung gemacht wurde, bestimmt um so größer. Und auch die Werkstatt, in der die Bewohner mit Ton, Holz und Peddigrohr kreativ arbeiten, war für neugierige Blicke geöffnet.

Für eine sportliche und zugleich entspannte Zukunft konnte sich jeder Anregungen holen, der zwischendurch die Gelegenheit nutzte, zuzuschauen, während Anne-Kathrin Albrecht die Kunst des Tai-Chi vorstellte. Martin Syska lud bei der neuen Sportart Kantaera sogar zum Mitmachen ein.

Da den Organisatoren klar war, dass sich bei soviel Aktivität sicher auch einmal der Magen melden wird, hatten sie für das leibliche Wohl allerhand vorbereitet. Zum Kaffee war das Kuchenbüffet gut gefüllt und zu späterer Stunde konnte sich jeder von Andreas Brade vom DRK-Kochzug mit Kartoffelsuppe aus der Gulaschkanone beköstigen lassen.