Offensichtlich treten vermehrt Probleme mit Wildbienen auf. An der Grundschule Wanzleben musste ein Nest bereits ausgeräuchert werden. Das Ordnungsamt berichtet von weiteren Fällen.

Wanzleben l Ein vom Ordnungsamt beauftragter Schädlingsbekämpfer hat vor 14 Tagen an der Wanzleber Grundschule einen Wildbienenstamm ausräuchern müssen. In direkter Nachbarschaft zum Schulgebäude hatten sich die Bienen in einem Baum eingenistet. Besorgte Anwohner hatten darüber das Amt informiert. "Der Bienenschwarm zog wie eine große schwarze Wolke Richtung Schulhof. Das sah wirklich bedrohlich aus", weiß Bürgermeisterin Petra Hort (Die Linke) zu berichten.

Um eine Gefahr für die mehr als 200 Mädchen und Jungen ausschließen zu können und einzudämmen, sperrte Ordnungsamtsmitarbeiter Kai Pluntke das Areal rund um den "bewohnten" Baum vorerst großräumig ab. "Leider bot sich uns hier letztendlich nicht die Möglichkeit, das Bienenvolk an einen anderen Ort umzusetzen", versichert Kai Pluntke.

Auch das kurz zuvor in der Roßstraße auf einem privaten Grundstück festgestellte Bienenvolk konnte nicht gerettet werden. "In diesem Jahr haben wir in der Stadt verstärkt ein Problem mit Wildbienen", meldet Ordnungsamtsleiterin Sylvia Dammering. Auch ein Mitarbeiter des Naturschutzbundes Sachsen-Anhalt erklärte gestern auf Nachfrage, dass in den vergangenen Wochen vermehrt Hinweise von besorgten Bürgern telefonisch eingegangen seien.

Aus der Wanzleber Rosmarienbergstraße ist der Amtsleiterin Sylvia Dammering bereits der dritte "wilde-Bienen"-Fall gemeldet worden. Auch hier summt es in und an einem privaten Gebäude. "Da es sich dabei um ein Eckgrundstück handelt und hier ein öffentlicher Gehweg vorbeiführt, ist von uns ein Imker damit beauftragt worden, die potenzielle Gefahr vor Ort einzuschätzen. Sollte der Experte danach der Meinung sein, dass der Stamm umgesetzt werden muss, werden wir uns gemeinsam mit dem Eigentümer eine Lösung überlegen", kündigt der Verwaltungsmitarbeiter an.

Der vierte Fall wurde dem Amt aus Klein Rodensleben gemeldet. Direkt an der Hauptstraße fühlt sich ein Bienenstamm offensichtlich in einem Baum der Stadt heimisch. "Die Ein- und Ausflugsöffnung befindet sich nahe des Bodens. Da es sich um einen Baum der Kommune handelt, werden wir uns darum kümmern. Hier wird ebenfalls ein Imker oder Schädlingsbekämpfer zum Einsatz kommen."