In Oschersleben kann ab sofort Internet mit einem Datenvolumen von 50 Megabits pro Sekunde (Mbit/s) empfangen werden. Ein großer Telekommunikationsanbieter verspricht noch schnellere Raten ab dem Herbst.

Oschersleben l Seit Mittwoch herrscht emsiges Treiben auf dem Außengelände der Telekom in der Oschersleber Innenstadt. Arbeiter hieven mit einem Kran eine Antenne nach der anderen in die Höhe. Am Donnerstagnachmittag zieren drei von ihnen die Westwand des Verwaltungsgebäudes zwischen der Linden- und der Halberstädter Straße. "Sie werden voraussichtlich ab dem vierten Quartal arbeitet. Erst dann ist der Empfang von Datenraten von sogar 100 Mbit/s am Heimcomputer möglich", erklärte der Telekom-Sprecher Georg von Wagner gegenüber der Volksstimme. Bis dahin ist aber immerhin schon eine Übertragungsgeschwindigkeit von 50 Mbit/s möglich. Die in die Region versendeten Internetsignale sollen eine Reichweite von rund fünf Kilometern haben. "Das ist abhängig von der Topografie vor Ort", betonte der Sprecher.

Ab sofort gehört Oschersleben zu den Gemeinden in Deutschland, in der Internet über "Long Term Evolution", also das LTE-Netz empfangen werden kann. "Bei LTE handelt es sich um die vierte Mobilfunkgeneration. Der Vorteil: Die Nutzer können ihre Fotos, E-Mails und Musikdateien einfach über die Luft schicken - und zwar in ähnlich hohem Tempo wie im Festnetz", sagte von Wagner und fügte hinzu: "Mit diesem Verfahren haben wir die Möglichkeit, auch solche Orte mit schnellen Internet-Zugängen zu versorgen, die bisher nicht zu erreichen waren. Wir kommen damit unserem Ziel immer näher, möglichst jeden an das schnelle Internet anzuschließen."

Heimcomputer fit für`s schnelle Internet machen

Wie ein lokaler Radiosender versorge ein LTE-Standort die Bewohner im Umfeld mit seinem Programm - dem schnellen Internet. Aktuelle Smartphones und Tablet-Computer können Signale über dieses Netz standardmäßig empfangen. Ältere Laptops und PCs sollen einfach über einen USB-Stick fit für das mobile Internet gemacht werden können. Dieser übernimmt die Rolle einer Antenne - er empfängt und versendet Daten.

"Außerdem gibt es LTE-Router, die das Signal auffangen und damit in der Wohnung oder dem Büro ein drahtloses Funknetz, das WLAN, aufbauen", erklärt Wagner weiter. Auf diese Weise können mehrere Geräte gleichzeitig ins Internet gehen. In welchen Haushalten LTE aktuell schon zur Verfügung steht, könne im Internet recherchiert werden.

Laut Wagner gehen etwa 40 Prozent der Deutschen bereits heute mobil ins Internet, die Zahl steige rasant weiter. Hintergrund ist der Boom von Smartphones und Tablet-PCs.

@066n TwitterCo.:Nähere Informationen zur LTE-Verbreitung in der Region finden Sie unter www.telekom.de/netzausbau.