Die vergangene Woche stand in Wackersleben ganz im Zeichen des Schießsports. Die Krönung - im wahrsten Sinne des Wortes - folgte am Sonnabend im Schützenhaus mit der Auflösung der Frage: Wer hat es in diesem Jahr geschafft?

Wackersleben l Als der letzte Salut geschossen war und der ereignisreiche Kommers des Wackersleber Schützenvereins in gesellig-musikalischer Gemütlichkeit allmählich seinem Ausklang entgegensteuerte, stand für Schatzmeister Bodo Schwank längst fest: "Es war eine erfolgreiche Schützenwoche mit wirklich guter Beteiligung. Wir sind sehr zufrieden. Daher ist es uns ganz wichtig, allen zu danken, die durch ihre Unterstützung dazu beigetragen haben, dass unser Fest auch in diesem Jahr ein Erfolg werden konnte. "

Von Dienstag an hatten Verein und Volk auf dem Schießstand eifrig um die königliche Würde gebuhlt. Große Motivation rief dabei abermals der Teamwettbewerb um den Pokal des Bürgermeisters hervor, an dem sich insgesamt zehn Mannschaften aus den örtlichen Vereinen und Betrieben beteiligten. Das Geheimnis um sämtliche Gewinner allerdings wurde erst beim Höhepunkt der Festwoche, dem Schützenball, gelüftet.

Peter Bärecke pustet sich zum Premierensieg

Beim sommerlichen Stelldichein am Nachmittag stimmte man sich schon auf das Geschehen zu späterer Stunde ein. Die Spannung zur Proklamation war dann auch förmlich greifbar, ehe sie verkündet wurden, die Majestäten und Sieger der Schießsportwoche: Roland Schwarz und Sabine Fricke bilden das neue Schützenkönigspaar. Volkskönig 2014 wurde Martin Bialek. Im Umgang mit dem Pusterohr erwies sich Peter Bärecke als äußerst geschickt; er ist somit ein Premierensieger, denn dieser Ziel- und Schießwettbewerb der etwas anderen Art wurde erstmals ausgetragen.

Bei den Kindern hatte Finn Mnich die Nase vorn. Der Zehnjährige erreichte mit dem Luftgewehr stolze 58 von 60 Ringen. Jugendkönig wurde Jeremy Tonschek. Im heiß umkämpften Teamwettkamp bewahrten die "Nordmänner" vom Fanclub Midtjylland kühlen Kopf und sicherten sich die begehrte Trophäe. Da wurde die Hüfte gleich noch lockerer - bei viel Musik, Tanz und guter Laune wurde es in Wackersleben eine lange Nacht.

Ausschlafen war aber nicht vorgesehen, ist am nächsten Morgen doch immer die große Abholparade angesagt. Gemeinsam mit der Feuerwehr, den Anglern und den Gastvereinen aus Barneberg, Ausleben, Harbke, Neuwegersleben, Hamersleben, Wefensleben und Marienborn begaben sich die Wackersleber Schützen auf den traditionellen Umzug, heiter angeführt vom Barneberger Schalmeienorchester.

Salut und Böllerschüsse zur Frühstückszeit

Die Majestäten wurden etappenweise einzeln abgeholt, immer wieder lautstark angekündigt durch die Salutschüsse der Böllerkanone vom Schützenvereins Eichenbarleben und den Vorderladerschützen aus Ausleben. Es schlossen sich immer mehr Leute an, an allen Ecken wurde der Tross schon mit Vorfreude erwartet. Zu guter Letzt bei Familie Mnich. Kinderkönig Finn war seit früher Stunde ganz aufgeregt und genoss den Trubel unter den Augen seiner Eltern und Großeltern sichtlich. Im Kaisersaal dann wurde die letzte Kommersrunde eingeläutet: ein zünftiges Schützenfrühstück als gelungener Abschluss.

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