Für mehr als 300000 Euro wird in diesem und im nächsten Jahr die Poststraße in Wulferstedt saniert. Gut 200000 Euro kommen aus dem europäischem Förderprogramm Leader. Das ist in der Verbandsgemeinde Westliche Börde das 25. Projekt, das seit 2007 aus diesem Programm gefördert wird.

Wulferstedt l Der 25. Förderscheck, den Leader-Manager Wolfram Westhus in die Verbandsgemeinde Westliche Börde bringt, ist einer der größten überhaupt. Denn mit genau 203700 Euro wird die Sanierung der Wulferstedter Poststraße aus dem europäischen Leader-Förderprogramm unterstützt. Insgesamt wird die Straße für 323000 Euro auf Vordermann gebracht.

"Die Planung läuft, die Ausschreibung der Arbeiten soll im Juni erfolgen und die Sanierung auch noch in diesem Jahr beginnen", sagt die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde,Ines Becker, die sich bei der offiziellen Übergabe der Fördermittelbescheinigung genauso freut wie Bürgermeisterin Eva Stroka. Und die Freude ist nicht unbegründet. Denn zum einen sind in den vier Orten der Verbandsgemeinde - also in Gröningen, Kroppenstedt, Ausleben und Am Großen Bruch - seit Leader-Beginn im Jahr 2007 insgesamt 25 öffentliche, private oder auch kirchliche Projekte mit insgesamt 1,6 Millionen Euro gefördert worden. Und zum anderen ist davon in die Gemeinde Am Großen Bruch etwa die Hälfte geflossen.

"Ohne dieses Fördermittelprogramm wären die meisten Projekte nicht zu realisieren gewesen", sagt Eva Stroka. Zu den geförderten Projekten gehören beispielsweise die Dacheindeckung der evangelischen Kirche in Neuwegersleben, der Abriss des maroden Marlins- hofes in Hamersleben, die Sanierung der Oberen Bergstraße, der Straße Zickzack und des Dorfgemeinschaftshauses in Gunsleben. Ebenso dazu gehören in Wulferstedt die Instandsetzung der Nebenanlagen in der Neuen Reihe und jetzt der Ausbau der Poststraße.

Kroppenstedt, Üplingen, Großalsleben, Krottorf und Kloster Gröningen sind ebenfalls Orte in der Verbandsgemeinde, die mit Hilfe des europäischen Förderprogramms in der Lage waren und immer noch sind, Sanierungsprojekte zu realisieren.

"Die Verbandsgemeinde hat vom Leader-Programm sehr profitiert", sagt Ines Becker, so dass sich der große Aufwand, der beispielsweise für die Antragstellung erforderlich war, gelohnt habe. Und so sind sowohl Ines Becker als auch Eva Stroka froh, dass dieses europäische Förderprogramm fortgesetzt wird.

Wenn auch unter etwas anderen Bedingungen, auf die sich die Verbandsgemeinde und auch die Gemeinde Am Großen Bruch einstellen wollen. Der Startschuss dafür werde am 30. Juni fallen, wie Wolfram Westhus mitteilt.

"Wir rufen jetzt schon die Städte und Gemeinden wie auch Institutionen und private Personen auf, Projekte einzureichen und damit die Chancen, die dieses Förderprogramm bietet, zu nutzen", sagt Ines Becker.

Doch jetzt heißt es zunächst, in der Westlichen Börde das letzte Förderprojekt des ersten Leader-Intervalls, also die Sanierung der Poststraße in Wulferstedt, umzusetzen. "In dieser Straße gibt es schöne Fachwerkhäuser, die mitunter in den zurückliegenden Jahren verschönert oder auch ganz neu hergerichtet worden sind. Aber die Straße selbst ist in einem sehr schlechten Zustand", wie Eva Stroka sagt.

"Wenn alles klappt, wird im September mit den Arbeiten begonnen", kündigt Ines Becker an: "Und wie weit wir in diesem Jahr noch kommen werden, das hängt dann vom Wetter ab."

Ziel sei es, bis Oktober nächsten Jahres alles fertig zu haben. Bis dahin soll die etwa 300 Meter lange Straße eine neue Fahrbahn und eine neue Gehwegfläche aus Betonsteinpflaster bekommen haben. Zudem sollen die Strommasten nebst Leitungen verschwinden und die Straße eine neue Beleuchtung bekommen.