Remkersleben l Mit der Kommunalwahl vergangenen Sonntag haben auch 539 wahlberechtigte Remkersleber wieder ihren eigenen Ortschaftsrat wählen dürfen. Die Remkersleber stehen seit September 2010 ohne Gemeinderat und Ortsbürgermeister da.

Rückblick: Um sich damals nicht selbst auflösen zu müssen und drei Monate bis zur Neuwahl ohne Ortsrat zu sein, hatten im Juni 2010 die Klein Wanzleber Gemeinderäte an ihrer Ortschaftsverfassung festgehalten. Das hatte zur Folge, dass sich der Remkersleber Ortsrat auflösen musste und mit der Zwangszuordnung auch keine Interessenvertretung im Stadtrat der neuen Einheitsgemeinde zugesprochen bekam. "Zum Zeitpunkt seiner Abdankung war der Rat gerade mal anderthalb Jahre im Amt", erinnert sich Christian Becker, der damals Ortschef war.

Mit dem amtlichen Ergebnis hat er als Mitglied der Freien Wählergemeinschaft nun wieder einen Platz inne. Er bekam 241 Stimmen und damit auch die meisten. Für die Neuwahl hatten sich mit ihm zehn weitere Kandidaten auf insgesamt sieben Plätze beworben. Um überhaupt wieder einen neuen Ortschaftsrat wählen zu können, hatte vorab der Stadtrat der Änderung der Hauptsatzung seine Zustimmung geben müssen. Damit gilt Remkersleben als eigene Ortschaft in der Stadt Wanzleben - Börde.

Mit der Auszählung der Stimmzettel (811 gültige Stimmen) kommt die CDU mit Tobias Telschow (60 Stimmen) auf einen Platz. Die FDP ist mit Bärbel Kollo, die mit 148 Stimmen gewählt wurde, vertreten. Die Freie Wählergemeinschaft holte mit 603 Stimmen insgesamt fünf Sitze. Neben Christian Becker ziehen Horst Gurack, Jörg Lüning, Steffen Hochsieder und Ute Tuchen ein. Die neugewählten Mitglieder haben eine Woche Zeit das Mandat anzunehmen.

Mit der ersten Ortschafts- ratssitzung muss aus den eigenen Reihen auch ein neuer Ortsbürgermeister aufgestellt werden. Die Abstimmung kann jedoch erst nach der bereits für den 3. Juli angekündigten konstituierenden Stadtratssitzung erfolgen. "Die 27 Stadträte müssen erst noch die Wahl bestätigen. Erst danach können sich alle elf neugewählten Ortschaftsräte treffen", erklärt Wahlleiterin Cornelia Franz das Verfahren.

Am Superwahlsonntag lag die Wahlbeteiligung der Remkersleber übrigens bei 52,50 Prozent. Und damit so hoch wie in keiner anderen Ortschaft der Einheitsgemeinde. Das Schlusslicht im Ranking bildet mit 4163 Wahlberechtigten Wanzleben. Hier machten lediglich 37,95 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Insgesamt lag die Wahlbeteiligung in der Stadt Wanzleben - Börde bei 42,12 Prozent. Bei der letzten Kommunalwahl im März 2010, bei der ohne Klein Wanzleben und Remkersleben der Stadtrat gewählt worden war, fiel das Beteiligung mit 44,22 Prozent ähnlich niedrig aus.

Die nächste Wahl steht laut Bürgermeisterin Petra Hort erst für 2016 auf dem Plan. "Dann haben die Bürger über einen neuen Landtag abzustimmen", kündigt sie an.