Hornhausen l Vom historischen Fahrrad mit Karbidlampe über landwirtschaftliche Technik sowie Lastkraftwagen und Motorräder bis hin zu Feuerwehrfahrzeugen reichte das Spektrum. Dabei zeigte der Verein nicht nur die mit viel Liebe zum Detail restaurierten Fahrzeuge der Mitglieder. Auch Gäste hatten die Möglichkeit, ihren geliebten Oldtimer zu präsentieren.

"Die Liebe zu historischen Sachen habe ich von meinem Großvater geerbt." - Mitorganisator Wilhelm Kruse

Was vor 14 Jahren begann, hat sich zwischenzeitlich zu einem Treffen entwickelt, das weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt ist. Da will der Platz optimal genutzt sein. Hier kommen Wilhelm Kruse und sein "Technischer Direktor" Martin Bernd ins Spiel. Die beiden wissen genau, wo welches Fahrzeug abgestellt werden soll. Kruse kennt die meisten Teilnehmer seit Jahren persönlich und lotste alle nach der Begrüßung zum vorgesehenen Stellplatz. Bei dem rüstigen Senior liefen am Wochenende viele Fäden zusammen. Und wer mit ihm ins Gespräch kam, merkte schnell, dass hier ein ausgewiesener Fachmann am Werk ist. Kruse hat nicht nur selbst schon einige Fahrzeuge restauriert, er weiß auch viel über ihre Geschichte - sei es der Lanz-Bulldog aus Südafrika eines Vereinskollegen oder die Besonderheiten der Fahrerkabinen bei alten Lastkraftwagen.

"Die Liebe zu historischen Sachen habe ich von meinem Großvater geerbt", sagt der Fan alter Dinge. So manche Sachen seien zum Wegwerfen einfach viel zu schade. So zeigt er Besuchern gern auch seine private Sammlung, die von Schränken bis hin zu alten Radios reicht. Besonders stolz ist er auf ein musikalisches Möbelstück, das Radio, Schallplattenspieler und Tonbandgerät in sich vereint. Überhaupt seien alle Oldtimer-Besitzer wie eine große Familie. Viele treffen sich nicht nur in Hornhausen, sondern nutzen auch andere Gelegenheiten, ihre "alten Schätzchen" einem breiten Publikum zu zeigen.

Verkaufsstände, eine Gulaschkanone, Grill und Live-Musik rundeten das abwechslungsreiche Angebot am Wochenende ab. Die Frauen des Vereins hatten sich für die Gäste etwas Besonderes einfallen lassen: Es wurde gebacken und auf dem Oldie-Treffen wahre Kunstwerke an Torten präsentiert.

Brigitte Wolf und Kirstin Romer übernahmen das Aufschneiden der Köstlichkeiten und waren gespannt, wie die Tortenkreationen bei den Besuchern ankommen. Höhepunkt und Abschluss des Hornhäuser Oldie-Treffens war auch in diesem Jahr die große Ausfahrt am Sonntagnachmittag. Die historischen Fahrzeuge begaben sich auf eine Runde durch den Ort und konnten in Aktion bewundert werden. Viele Zuschauer am Straßenrand winkten dabei den Fahrern und Beifahrern begeistert zu.

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