Mitglieder der Ausleber Feuerwehr haben in Helmstedt eine Wärmebildkamera-Ausbildung absolviert. Wehrleiter Clemens Köhler war am Ende mit dem Übungsergebnis genauso zufrieden wie die Ausbilder.

Ausleben/Helmstedt l Die Atemschutzgeräteträger der Ausleber Feuerwehr können jetzt besser als bisher bei ihren Einsätzen mit der Wärmebildkamera umgehen. Das Rüstzeug dafür haben sie sich in Helmstedt geholt. Dort haben sie bei der Firma FeuRex an einer entsprechenden Ausbildung teilgenommen. "Mit Erfolg", wie Auslebens Wehrleiter danach festgestellt hat.

"Die Wärmebildkamera ist ein wichtiges Hilfsmittel bei der Brandbekämpfung, der Suche nach Menschen und bei der technischen Hilfeleistung", so Clemens Köhler. Mit der Spezialkamera sei es möglich, durch viele Arten von Rauch und Dampf hindurchzusehen. "Sie ermöglicht das Sehen in ansonsten undurchsichtigen Situationen, zum Beispiel bei einem Wohnungsbrand", sagt der Wehrleiter.

Das alles ist zu Beginn der Ausbildung noch einmal in einem 90-minütigen Theorieteil erläutert worden. Danach ging es gleich in die Praxis und damit in die Wärme. Es wurde zunächst geübt, verschiedene Bilder und Situationen mit der Wärmebildkamera zu interpretieren. Spiegeleffekte, mögliche Fehldeutungen aufgrund von nur geringen Temperaturunterschieden, Füllstandsbestimmungen von Behältern und das Suchen von Schadstoffen auf Wasser waren dabei nur einige der Aufgaben.

Dann ging es in eine Übungsanlage, die aus Containern aufgebaut und einer Wohnung nachempfunden ist. Truppweise musste diese Wohnung durchsucht werden. "Dabei sind durch die sehr kompetenten Ausbilder viele Punkte der theoretischen Ausbildung noch einmal dargestellt worden. Aber auch weitere Überraschungen warteten auf uns", so Köhler.

Nach einer kurzen Pause, wurde die Schwierigkeitsgrad noch einmal gesteigert und im Übungscontainer ein reales Feuer entzündet. Dadurch war nun nicht mehr nur künst- licher Rauch, sondern eben echter Brandrauch, Wasserdampf und viel Ruß im Container unterwegs. Nebenbei stiegen auch noch mal die Temperaturen.

Erneut ging es Trupp- weise durch die Übungsan- lage. Es mussten wieder Personen gefunden und Gefahrensituationen erkannt werden. Versteckte Druckgasbehälter, angedeutete Schwelbrände und Wärmequellen waren dabei nur einige Herausforderungen. Auch wurden die Verstecke der Personen immer schwieriger.

Im Anschluss an die Durchgänge wurden jeweils Auswertungen mit den Ausbildern vorgenommen. "Insgesamt war es ein sehr gelungener Ausbildungsdienst, der trotz der großen Wärmebelastung viel Neues und gute Trainingsmöglichkeiten bot", so ein zufriedener Ortswehrleiter Clemens Köhler.

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