Der Mobilfunkstandard LTE (Abkürzung für Long Term Evolution) ist jetzt in Völpke verfügbar. Die Telekom als einer der vier Netzbetreiber in Deutschland hatte die Gemeinde in ihr LTE-Ausbauprogramm aufgenommen.

Völpke l Durch LTE bietet sich den Völpkern eine zusätzliche Option der stationären Internetanbindung vom heimischen Computer aus. In erster Linie aber zielt die Technologie auf mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets ab. Hinter LTE steckt ein Funkfrequenzverfahren, das heißt, es funktioniert kabelungebunden, die Datenübertragung erfolgt wie beim Radio über die Luft zwischen Sender und Empfänger. LTE ist der kompatible Nachfolger zu UMTS und gilt somit als Mobilfunkstandard der vierten Generation (3G-Netz).

Die Telekom hat bisher vor allem dort mit LTE aufgerüstet, wo der leitungsgebundene DSL-Ausbau wirtschaftlich nicht lukrativ erschien oder er von anderen Providern geleistet wird. "Mit LTE haben wir die Möglichkeit, auch solche Orte mit schnellen Internet-Zugängen zu versorgen, die bisher nicht zu erreichen waren", heißt es dazu von der Telekom. Auf Völpke trifft das nicht zu, wie Bürgermeister Wolfgang Smolin sagt: "Wir sind ja längst DSL-Gebiet, mir sind auch keine Probleme damit bekannt." Dennoch gehört die Gemeinde ab sofort zum LTE-Gebiet des Konzerns.

Zurückzuführen ist das auf den rasant wachsenden Markt der mobilen Endgeräte, die konsequenterweise auch mit mobilem Netzanschluss versorgt sein wollen. Die LTE-Alternative bietet dafür derzeit ähnlich hohe Übertragungsraten im Funkverfahren wie das DSL aus der Leitung, je nach technologischem Ausbaufortschritt künftig auch weit höhere Geschwindigkeiten. Bei den vier Netzanbietern Deutschlands hat diese Aussicht zu einer LTE-Offensive geführt.

Aktuelle Smartphones und Tablets können LTE standardmäßig empfangen. Laptops und PCs können mit einem entsprechenden USB-Stick, der als Antenne fungiert, leicht als Empfangs- und Sendestation eingerichtet werden. In jedem Fall ist eine kostenpflichtige Netzanbindung über den Provider erforderlich.