Spenden durch Musik - ein bewährtes Mittel, das sich am Sonntag einmal mehr für die Barneberger Kirchengemeinde ausgezahlt hat. Und die Konzertgänger bekamen für ihren Obolus zugunsten der Chorfenster ein feines Programm geboten.

Barneberg l Kaum ein Platz in der Friedenskirche war leer geblieben, ein vielköpfiges und interessiertes Publikum wollte das Hörerlebnis mit dem Jugend-Akkordeonorchester der Kreismusikschule "Kurt Masur" Oschersleben keinesfalls verpassen. Unter der Leitung von Kerstin Radke spielten sich die jungen Musiker gleich mit ihrem ersten Titel - "Festliche Klänge" von Georg Penz - in die Herzen der Musikfreunde, die aus dem ganzen Landkreis extra für dieses Benefizkonzert nach Barneberg gekommen waren. Anlass der Veranstaltung war zum einen, dass die Mitarbeiter der Quedlinburger Bauhütte die Sanierungsarbeiten am Turmschaft fast beendet haben; zum anderen, dass für die Sanierung und den Erhalt der bunten Bleiglasfenster in der Apsis dringender Handlungsbedarf besteht. Das ist aber nur mit erheblichen finanziellen Mitteln möglich.

"Durch die Spende am Ausgang tragen Sie dazu bei, auch den nachfolgenden Generationen die schönen Fenster zu erhalten", erklärte Pfarrer Peter Mücksch eingangs, "freuen Sie sich mit mir auf einen Nachmittag voll Musik, die bis in die Spitzen der gotischen Bögen dieses Gotteshauses reicht."

Für ein abwechslungsreiches und stimmungsvolles Programm sorgten neben dem Orchester die Solisten Leonie Wohler, Annalena Mende, Josephine Belsour und Marius Beier bei. Die Musiker spannten dabei einen Bogen über Länder- und Genregrenzen hinweg, der vom "Zirkuspferdchen" über den "Libertango" bis hin zu "Easy Going" und den Titelmelodien von "Winnetou" und "Forrest Gump" reichte. Abgerundet wurde der Reigen durch Bärbel Grenzdörffers Gedichte von Thomas Riedel und Johann Wolfgang von Goethe.

Mit ihrem tosenden Applaus erklatschten sich die Anwesenden schließlich noch eine Zugabe. Und nachdem die letzten Noten verklungen waren, freuten sich alle auf das gemeinsame Kaffeetrinken. In und vor der Friedenskirche setzten sich die Besucher nieder, genossen ein Stück Kuchen oder zwei und hatten dabei Gelegenheit, nicht nur Neuigkeiten auszutauschen, sondern auch mit den Musikern ins Gespräch zu kommen. Einhellige Meinung aller Beteiligten: "Das war ein tolles Konzert!"

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