Üben für die Teilnahme im Straßenverkehr, aber auch den Hilfskräften einmal bei ihrer Arbeit zuzuschauen, war das Ziel beim Verkehrsprojekttag in der Grundschule "An der Burg". Die Pädagogen hatten sich Unterstützung von vielen Partnern geholt.

Wanzleben l Als erweiterten Sachunterricht sah Sebastian Lütgert als Schulleiter der Grundschule "An der Burg" in Wanzleben den Projekttag rund um die Verkehrserziehung an seiner Schule. "Wenn man etwas sieht und anfassen kann, ist es besser, als wenn es nur in einem Buch zu lesen ist", fügte er hinzu.

Und so begann der gestrige Donnerstag mit einer Alarmübung, die so und so zweimal im Jahr auf dem Plan steht und sich gut in den Projekttag integrieren ließ. Als der Alarm kam, verließen alle Kinder ihre Klassenräume. Auf dem Schulhof warteten viele Stationen, an den die Kinder die Sicherheit im Straßenverkehr üben, aber auch die Hilfsorganisationen kennenlernen konnten. Wie gewohnt hatten Sebastian Lütgert und seine Kollegen die Feuerwehr Wanzleben, den Förderverein Brandschutzerziehung Börde, den DRK-Kreisverband Wanzleben und die Polizei mit ins Boot geholt.

So konnten die Mädchen und Jungen der ersten bis zur vierten Klasse auch realitätsnah erleben, wie Menschen aus einem verunfallten Auto gerettet werden. Die Wanzleber Feuerwehrkameraden um Ortswehrleiter René Giese ließen Schere und Spreizer arbeiten und machten aus einer Limousine ein Cabrio. "Nun wissen die Kinder nicht nur, dass die Feuerwehr im Extremfall die Personen aus einem Fahrzeug retten kann, sondern auch wie sie es macht", sagte der Schulleiter.

Ebenso ergibt sich nicht allzu häufig die Gelegenheit, einen Rettungswagen oder ein Feuerwehrauto von innen zu sehen. Doch nachdem die Feuerwehrleute und Niels Holle vom DRK ihnen Erklärungen gegeben haben, wissen die Erst- bis Viertklässler jetzt auch, was zur Ausstattung dieser Fahrzeuge gehört und wie im Ernstfall damit geholfen wird.

Aber auch für Spiel und Spaß war gesorgt. Der Förderverein zur Brandschutzerziehung Börde um Brandschutzerzieherin Andrea Drebenstedt hatte viele Utensilien dabei, bei denen die Kinder sowohl sportliches Geschick, aber auch Wissen rund um die Feuerwehr unter Beweis stellen konnten. Auf der Hindernisbahn und beim Zielspritze mit der Kübelspritze forderten die Mitglieder der Feuerwehr Wanzleben ebenso Kondition und ein ruhiges Händchen. Wer guten Teamgeist hatte, kam auch mit den Fünfer-Rasenski gut voran.

Dass es beim Radfahren nicht immer nur auf die Schnelligkeit, sondern zuerst auf Sicherheit ankommt, machte Angelika Hildebrandt vom Polizeirevier Börde den Mädchen und Jungen schnell im Fahrradparcours klar. Hier galt es, korrekt auf verschiedene Hindernisse zu reagieren, die Hand herauszuhalten und dabei sicher auf dem Fahrrad sitzen zu bleiben. Die Mädchen und Jungen meisterten die Aufgabe mit Bravour.

Da die meisten Kinder ihre Fahrräder am Morgen mit zur Schule gebracht hatten, bot es sich an, am frühen Nachmittag noch die "Kleine Friedensfahrt" am Ampfurther Weg durchzuführen. Somit war auch die Sportjugend Börde in den Projekttag rund um die Verkehrserziehung involviert. "Aber nicht alle Kinder nehmen an der Friedensfahrt teil, wir haben eine Auswahl getroffen", erklärte der Schulleiter.

Auf dem Weg zum Am- pfurther Weg konnten die Mädchen und Jungen, nachdem die DRK-Rettungshundestaffel einen Einblick in ihre Arbeit gegeben hatte, auch beweisen, dass sie bei Mario Oferta von der Polizei gut aufgepasst hatten. Sein Thema war nämlich das Überqueren der Straße an gesicherten und ungesicherten Stellen. "Wir gucken erst nach links, dann nach rechts und dann nochmal nach links", machte Leonore aus der Klasse 2a unmissverständlich klar. Auch das richtige Verhalten an gesicherten Stellen wie an der Fußgängerampel oder dem Fußgängerüberweg war für sie und ihre Mitschüler überhaupt kein Problem.

   

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