Die Grundschule Langenweddingen trägt für weitere drei Jahre den Titel "Gesunde Schule". Damit würdigt die Landesvereinigung für Gesundheit die "gesundheitsfördernde Atmosphäre" an dieser Schule.

Langenweddingen l Genau drei Jahre, nachdem die Grundschule Langenweddingen eine "Gesunde Schule" wurde, stellte sie sich am Donnerstag der erneuten Zertifizierung. Ausgebildete Auditoren stellten in dieser Bildungsstätte in der Einheitsgemeinde Sülzetal wieder die "gesundheitsförderliche Atmosphäre" auf den Prüfstand. Die Auditorinnen Kerstin Hacker aus Salbke und Simone Wasel aus Gröningen stimmten nach der Prüfung zu, der Dorfschule für weitere drei Jahre den Titel "Gesunde Schule" zu verleihen.

Das Zertifizierungsverfahren lief unter der Regie der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt. Wie Dr. Ulrich Schwabe von der Landesvereinigung sagte, waren 55 Bewertungspunkte von den Auditorinnen abzuarbeiten.

"Wird bei der Fremdbewertung, die wie ein Qualitätsbericht der sich bewerbenden Einrichtung Bestandteil des Rezertifizierungsverfahrens zur `Gesunden Schule` ist, die erforderliche Punktzahl erreicht, kann die Grundschule Langenweddingen auch weiterhin das immer nur für drei Jahre gültige gesunde Gütesiegel tragen", heiß es im Anforderungskatalog der Landesvereinigung. "Dabei legen wir zu Dreiviertel Wert auf Veränderungen, die seit der letzten Zertifizierung an der Schule stattfanden", sagte Schwabe.

Diese Veränderungen nahmen Schwabe und die Auditorinnen Kerstin Hacker und Simone Wasel, selbst Lehrerinnen an Grundschulen, in Augenschein. Als Höhepunkt besuchten sie eine Zirkusvorstellung in der Sporthalle. Die fast 70 Kinder der Klassen eins bis vier der Grundschule schlüpften bei dem temporeichen Programm in die Rolle von Zirkusdirektor, Clowns, Akrobaten, Tänzern und Tieren. "Montag und Dienstag haben wir fleißig geübt, Mittwoch war die Generalprobe", berichtete Kathrin Schwieger, Lehrerin der zweiten Klasse, die sich für die Unterstützung einiger Muttis sowie der Sporthallenwarte Senkler und Klaus bedankte. Wie die Lehrerin einschätzte, gaben die Kinder ihr Bestes und zeigten sich als wahre Zirkuskünstler. Sie selbst sorgte für den guten Ton bei der Vorstellung und schickte eine Akrobatiktruppe in die Manege. Am Nachmittag zeigten die Kinder ihr einstudiertes Zirkusprogramm Eltern und Großeltern. Diese verfolgten auf den voll besetzten Rängen der Sporthalle begeistert die Künste ihrer Sprösslinge.

"Die Schule stellt einen Ort der Geborgenheit und des Wohlfühlens dar, in dem Schüler, Lehrer und auch Eltern zu Hause sind", war das Team der Langenweddinger Grundschule um Leiterin Simone Hoppe nach wie vor überzeugt, den Titel "Gesunde Schule" erneut zu erringen. In den fünf Schulgebäuden rund um das Kirchtor hat sich in den vergangenen drei Jahren Vieles getan. "Neben den Anforderungen an einen zielorientierten Unterricht wurde Neues in den Aktionsplan aufgenommen und Traditionelles weitergeführt", hieß es im Qualitätsbericht. So wurde ein Schulförderverein gegründet, gibt es in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern regelmäßig für die Schüler ein gesundes Frühstück, sind Trinkbrunnen, Fußfühlpfad sowie Insektenhotels errichtet worden.

In der Schuleingangsphase findet in Langenweddingen "ein individualisierter und differenzierender Unterricht statt, da zwischen den Klassen, Klein- und Kleinstgruppen eine gute räumliche Trennung hergestellt werden und jeder Schüler in einer Atmosphäre der Ruhe lernen kann", befanden die Prüfer. Gemeinsame Erholungsphasen biete der obere Teil des Schulhofes mit einer abwechslungsreich gestalteter Bewegungslandschaft mit Klettergerät, Basketballkorb, Hüpfspielen, Tischtennisplatte und Fußball-Landschaft mit Torschusswand sowie einem Tor.

Im Schatten des Schulhauses und eines Baumes steht je eine große Rundbank zum Ausruhen oder auch als "Klassenzimmer im Freien". Die Schüler der Klassen drei und vier lernen in zwei Gebäuden im unteren Bereich des Schulhofes, wo ebenfalls differenzierend und individualisiert gearbeitet werden könne. Schüler mit besonderem Förderbedarf sowie jene mit sonstigem sonderpädagogischem Förderbedarf, könnten sich in den Entspannungsraum, der nach und nach entsteht, zurückziehen.

Insgesamt arbeitet die Grundschule nach dem Leitbild "Bewegte Grundschule mit dem Ziel der ganzheitlichen Gesundheitserziehung". "Dadurch sollen die Kinder befähigt werden, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, eine bewusste Lern- und Lebenshaltung zu entwickeln, die ihr körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden zum Ziel hat", sagte Simone Meier. "Bewegte Schule" bedeute in Langenweddingen viel mehr als nur verstärkte körperliche Aktivität, sondern Bewegung in den Schulalltag zu bringen. "Bewegung für alle setzt Bewegung des Einzelnen voraus, bedeutet Bewusstheit im Umgang mit Bewegung und ist Bestandteil einer körperlichen und seelischen Hygiene und Pflege des eigenen Körpers", war sich das Pädagogen-Team in Langenweddingen sicher.

   

Bilder