Schritt für Schritt werden auf den Friedhöfen in elf Ortsteilen von Oschers- leben Gemeinschaftsanlagen für besondere Urnengrabstätten geschaffen. Begonnen wird in Klein Oschersleben.

Oschersleben l Im September 2012 hat der Stadtrat von Oschersleben eine neue Friedhofssatzung beschlossen. Damit wird auch in den Ortsteilen eine Form der Urnenbestattung möglich, die es in Oschersleben mit dem sogenannten Sternenfeld bereits seit einigen Jahren gibt. Auf elf Ortsteilfriedhöfen sollen Gemeinschaftsanlagen für Urnenwahlgrabstätten geschaffen werden. Aus dem Amtsdeutsch übersetzt bedeutet dies, dass die Bürger eine Urnengrabstätte wählen, in der zwei Urnen bestattet werden können. Die Pflege der Grabstätte wird von der Stadt übernommen. Anders als bei der "grünen Wiese" erfolgt die Bestattung nicht anonym, sondern die Angehörigen können einen kleinen Grabstein aufstellen lassen, mit Blumenvasen oder einer Laterne das Grab schmücken. Das ist der Unterschied zur "grünen Wiese, wo es nur eine gemeinschaftliche Fläche gibt, auf der Blumen abgestellt werden können und nicht immer würden es Angehörige einsehen, dass es tatsächlich nur dieser eine Blumenstrauß und nichts weiter sein dürfe.

Bepflanzt werden die Urnenwahlgrabstätten in den neuen Gemeinschaftsanlagen, so ist es jedenfalls auf dem Oschersleber Friedhof, mit einem Bodendecker, der kurz gehalten wird.

Astrid Ertmer, in der Stadtverwaltung für die Friedhöfe zuständig, berichtet, dass im Ortsteil Klein Oschersleben mit dem Schaffen einer Gemeinschaftsanlagen für Urnenwahlgrabstätten noch in diesem Jahr begonnen werde. Momentan sei man dabei, die entsprechenden Angebote einzuholen. Die nötigen Gelder seien im Haushalt eingestellt. Die Anlage solle auf dem Klein Oschersleber Friedhof direkt gegenüber der Trauerhalle entstehen. "Noch können wir nicht einschätzen, wie groß der Bedarf in den Ortsteilen tatsächlich ist", so Astrid Ertmer.

In Kleinalsleben hingegen wird ein Grabfeld für eine anonyme Urnengemeinschaftsanlage auf der sogenannten "grünen Wiese" geschaffen.

Noch in diesem Jahr werde sich der Stadtrat mit einer neuen Friedhofsgebührensatzung beschäftigen müssen - drei Jahre sind seit dem letzten Beschluss um. Alle drei Jahre sind die Kommunen angehalten, eine neue Satzung zu beschließen.