Die Liste der Ländervertretungen liest sich ein wenig wie die WM-Endrunde, Teilnehmer aus neun Ländern werden am Wochenende zum Internationalen Workcamp in Hötensleben erwartet. Der hiesige Grenzdenkmalverein fungiert zum 17. Mal als Gastgeber.

Hötensleben l Jugendliche aus der ganzen Welt sind wiederum für drei Wochen zu Gast in der Gemeinde. Sie wollen mit Arbeitseinsätzen ihren Beitrag zum Erhalt des Grenzdenkmals leisten sowie auch durch Aufenthalt und Ausflüge Land und Leute näher kennenlernen. Die ersten Teilnehmer werden bereits für Freitag erwartet, der offizielle Empfang erfolgt am Montagabend im Dorfgemeinschaftshaus.

"Der Stern, unter dem das Workcamp steht, leuchtet weiterhin sehr hell", freut sich Vereinssprecher René Müller auf die 17. Auflage des Treffens. "Wir werden junge Leute aus Spanien, Mexiko, Südkorea, Taiwan, Hongkong, Russland, Armenien, der Türkei und den Niederlanden begrüßen." Die Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts und Niedersachsens, Reiner Haseloff (CDU) und Stephan Weil (SPD), haben abermals die Schirmherrschaft übernommen. "Das freut uns sehr, es ist das zweite Mal, dass sich beide Länderchefs als Schirmherren für das Projekt engagieren, wir sehen unsere Arbeit dadurch gewürdigt", so René Müller. Als einziger authentisch erhaltener Abschnitt der innerdeutschen Grenze sei die Anlage in Hötensleben ein wichtiges Zeugnis und Mahnmal: "Auch die heranwachsende Jugend und zukünftige Generationen sollen daran erinnert werden, wozu Diktaturen in der Lage sind und wie wertvoll Demokratie ist. Darin sieht der Grenzdenkmalverein sein größtes Anliegen."

Zahlreiche Partner in Hötensleben und Umgebung werden den Verein unterstützen und gemeinsame Veranstaltungen organisieren. Fest eingeplant ist schon die Konzertnacht "Rock am Rathaus" am 26. Juli.