Die Dreileber Kameraden sind in diesem Jahr schon dreimal zu einem Bahndammbrand gerufen worden. Mit der anhaltenden Hitze steigt auch das Risiko um einen erneuten Ödlandbrand entlang der Gleise. Und so zeigten sich die Brandschützer auch am Sonnabend beim Tag der offenen Gerätehaustür einsatzbereit.

Dreileben l Sie sind fit und einsatzbereit. Mit der Hitze bis zu 35 Grad am Wochenende und der erhöhten Waldbrandstufe rechnen die 15 aktiven Kameraden, die die 127 Jahre alte Wehr der 560-Seelen-Gemeinde Dreileben zählt, jederzeit mit dem nächsten Ödlandbrand. "In diesem Jahr haben wir bereits drei Brände am Bahndamm zwischen Dreileben und Ovelgünne löschen müssen. Zuletzt vor 14 Tagen", erklärt Ortswehrleiter Mario Finke. "Bei den anhaltenden hochsommerlichen Temperaturen rechnen wir jederzeit mit der nächsten Alarmierung." Insgesamt stehen auf der Jahreseinsatzbilanz der Wehr bislang vier Brände. "Wir waren auch zu jenem Feuer in Seehausen, bei dem rund 100 Brieftauben verbrannt waren, hinzugerufen worden." 2013 hatte Mario Finke (46), der seit 1987 bei der Feuerwehr ist, mit der Hochwasserkatastrophe insgesamt neun Einsätze registriert.

Auf seine Mannschaft kann sich Ortswehrleiter und Dreifach-Papa Mario Finke nicht nur beim Einsatz verlassen. Das wurde beim Tag der offenen Gerätehaustür am Sonnabend deutlich. Die Sirene blieb glücklicherweise stumm. Somit konnten die Brandschützer auch bei der Festbetreuung alle an einem Strang ziehen. Gemeindewehrleiter Finke hatte dafür auch seine Familie nebst seinem jüngsten Spross Michél-Luca (1) komplett mit an Bord. Sein ältester Sohn David (23), der ebenfalls Feuerwehrmann ist, begrüßte als DJ die Besucher mit Musik. Tochter Katharina (12), die seit zwei Jahren in der Jugendfeuerwehr ist, packte mit ihrer Mutti Silvia ebenfalls mit an. Denn traditionell liefen bei den Feuerwehrfrauen die Fäden für die XXL-Kaffee-und-Kuchen-Tafel zusammen. Trotz Gluthitze wurde auch gegrillt. Die Einsatzkräfte sind schließlich hitzegetestet und feuerfest.

Auch der Nachwuchs stellte sich im Rahmen des Festes an verschiedenen Stationen vor. Das Element Wasser durfte da zur Abkühlung freilich nicht fehlen. Familienvater Thomas Laqua (40), der selbst erst seit einem Jahr aktives Mitglied der Dreileber Wehr ist, hatte für die Kleinsten zum Kübelspritzen-Zielen eigens ein Brandschutzhaus-Modell aus Holz gebaut. Er hatte an jener Gaudi-Station zum Jux der Jüngsten den Wasserstrahl gleich mehrfach abbekommen. Auch seine drei Söhne - Sascha (16), Alexander (9) und Maximilian (7) - gehören bereits der Nachwuchstruppe an.

So setzt sich die Dreileber Jugendfeuerwehr derzeit aus zwei Mädchen und zwei Jungen - Janina Krause und Katharina Finke sowie Domenik Sroka und Sascha Knoop - zusammen. Mit zehn Mitgliedern im Alter zwischen sechs und zehn Jahren, platze die erst im März 2013 gegründete Kinderfeuerwehr schon jetzt aus allen Nähten. "Das freut uns wirklich sehr. Das Angebot um unsere Lösch-Indianer, für die wir auch schon von der Stadt eine eigene Einsatzbekleidung bekommen haben, ist wirklich mehr als gut angelaufen. Somit haben wir fast genauso viele Nachwuchskräfte wie aktive Mitglieder", berichtet Mario Finke stolz. Um die Ausbildung kümmert sich Jugendwart Christoph Fink (27) gemeinsam mit "Lösch-Indianer"-Betreuerin Christine Sroka. Sie treffen sich hier mit dem Nachwuchs alle 14 Tage jeweils freitags um 17 Uhr. Als nächstes Event planen die Dreileber Kameraden die Tradition um ihr Herbstfeuer, zu dem sie aller Voraussicht nach am 3. Oktober einladen werden.

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