Jutta Spurek (Die Linke) steht für weitere fünf Jahre als Bürgermeisterin an der Spitze des Ortschaftsrates Langenweddingen. Außerdem sitzt sie im Gemeinderat des Sülzetals. Seit 1979 ist Jutta Spurek in der Kommunalpolitik aktiv.

Langenweddingen l "Wir besitzen in Langenweddingen mit der Grundschule, der Ganztagsschule, der Kindertagesstätte, Praxen für Zahnarzt und Allgemeinmediziner und natürlich unserem Freibad eine relativ gute Infrastruktur", sagt Jutta Spurek. Wichtig sei es ihr vorallem, "etwas zum Erhalt der Identität der Bürger zu ihrem Ort zu unternehmen". Dazu zähle für die Bürgermeisterin das funktionierende Vereinsleben in Langenweddingen. Das Bördedorf verfüge über zehn aktive Vereine und vier Fördervereine. "Das ist ein buntes Vereinsleben", freut sich Jutta Spurek. Sie wolle sich in der begonnenen Legislaturperiode dafür einsetzen, die Zusammenarbeit der Vereine noch zu verbessern. "Da gibt es noch einen Pfuffer nach oben".

Um jedoch bestimmte Vorhaben in Langenweddingen umsetzten zu können, bedürfe es nach den Worten von Jutta Spurek einer soliden Finanzausstattung innerhalb der Einheitsgemeinde Sülzetal. "Die Grundlage dafür, dass etwas in den Orten passiert, ist, im Sülzetal endlich einen Haushalt zustande zu bekommen", sagt die Bürgermeisterin. Die Einheitsgemeinde hat seit Jahren keinen Haushaltsplan. Der Etat soll nach dem Sommer von der Verwaltung aufgestellt und vom Gemeinderat beschlossen werden. Liege der Etat beschlossen auf dem Tisch, könne auch Langenweddingen nach Einschätzung von Jutta Spurek die Vorhaben "Stück für Stück in Angriff nehmen". Vorher sei dieses nicht möglich.

Sorgen bereite Jutta Spurek die Ordnung und Sauberkeit in Langenweddingen auf öffentlichen Straßen, Gehwegen und auf dem Friedhof. "Es kann nicht sein, dass bestimmte Leute ihr Privatzeug auf dem Friedhof entsorgen", ist Jutta Spurek erbost. Sie würden den Ort der Ruhe und des Gedenkens für ihre persönliche Abfallentsorgung nutzen. Allein die Gemeindearbeiter könnten einen großen Ort wie Langenweddingen nicht sauber halten. "Die Mitarbeiter des Bauhofs tun, was sie können", findet die Bürgermeisterin. Vielmehr sei das gesteigerte Engagement der Bürgerschaft gefragt, um das Dorf sauber zu halten.

Grundschule erhalten

Für Jutta Spurek sei es von entscheidender Bedeutung für den Erhalt des funktionierenden Dorflebens, dass die Grundschule in Langenweddingen erhalten bleibe. "Wir wollen die Grundschule so lange wie möglich erhalten", gibt sie sich auch im Namen des Ortschaftsrates kämpferisch. Jutta Spurek bedaure, dass bei der Entscheidungsfindung in der Einheitsgemeinde Sülzetal zu den Grundschulen aktuelle Schülerzahlen keine Rolle spielen würden. Es werde immer wieder begründet, dass irgendetwas nicht gehe, anstatt nach Lösungen zu suchen.

"Wir brauchen auch in der Zukunft unser Freibad", ist sich Jutta Spurek sicher. Der Förderverein des Freibades Langenweddingen um den Vorsitzenden Norbert Dregger kümmert sich ehrenamtlich um den Erhalt und um den Betrieb der beliebten Sport- und Freizeiteinrichtung. Für die Bürgermeisterin stünde fest, dass es zwischen der Schließung von Freibädern und der steigenden Anzahl von Badetoten einen Zusammenhang gebe. "Unsere Kinder müssen die Möglichkeit haben, ortsnah schwimmen zu lernen. Und das können sie im Freibad Langenweddingen", sagt die Kommunalpolitikerin. Deshalb sei es wichtig, den Erhalt der Freibades zu sichern. Auch habe für Jutta Spurek das Freibad einen "zu tiefst sozialen Aspekt". Hier würden sich viele Langenweddinger im Sommer treffen, um ihre Freizeit beim Einsatz kleiner Geldsummen zu verbringen.

"Die Ortschaften sind wichtige Bestandteile der Einheitsgemeinde Sülzetal", verdeutlicht Jutta Spurek. Ihrer Meinung nach müsse jedoch der Ortsteil seine eigene Identität erhalten, damit sich die Einwohner mit ihrer Heimat identifizieren können. Für die Zusammenarbeit der Ortschaften des Sülzetals mit der Gemeindeverwaltung sei eine bessere Kommunikation untereinander nötig. Auch müssen die Ortsbürgermeister in wichtige Entscheidungen einbezogen werden. Ziel solle es sein, dass der Gemeinderat des Sülzetals sage, was die Verwaltung zu tun habe und nicht umgekehrt. In der Zusammenarbeit müsse nach Jutta Spureks Empfinden "ein vernünftiger Konsens gefunden werden".

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