Die Staatsanwaltschaft Magdeburg hat das Verfahren wegen Untreue gegen Erich Wasser- thal (CDU), früherer Bürgermeister der Einheitsgemeinde Sülzetal, eingestellt. Der Steuerzahlerbund hatte ihn im März 2010 angezeigt

Osterweddingen l Jetzt hat es der CDU-Kreistagsabgeordnete Erich Wasserthal aus Osterweddingen schwarz auf weiß. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg hat gegen den früheren Bürgermeister der Einheitsgemeinde Sülzetal das Verfahren wegen des Verdachts der Untreue eingestellt. Der Bund der Steuerzahler in Sachsen-Anhalt hatte gegen den heute 59-Jährigen im März 2010 wegen angeblich fehlerhafter Abrechnungen von Erschließungsbeiträgen in Gewerbegebieten im Sülzetal Strafanzeige gestellt. Der Gemeinde solle ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden sein. Wasserthal seinerseits hatte den Steuerzahlenbund wegen Verleumdung und übler Nachrede angezeigt.

"Hinsichtlich der hier interessierenden Aspekte lässt sich das Ergebnis dahingehend zusammenfassen, dass aufgrund der durchgeführten Prüfung nicht abschließend festgestellt werden kann, ob der Gemeinde ein wie auch immer gearteter finanzieller Schaden entstanden ist", schrieb die Staatsanwaltschaft mit Datum vom 12. August an den Magdeburger Rechtsanwalt von Wasserthal. Deshalb werde das Verfahren gegen Wasserthal eingestellt. Ebenso stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Steuerzahlerbund wegen Verleumdung und übler Nachrede ein.

"Natürlich habe ich mich über das Schreiben der Staatsanwaltschaft gefreut. Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn Ermittlungen nach über vier Jahren eingestellt werden. Ich war von meiner Unschuld überzeugt sowie auch einige Freunde, die in dieser harten Zeit zu meiner Familie und mir gehalten haben. Um so schöner ist es jetzt, dass das nun auch schriftlich vorliegt", sagte Erich Wasserthal am Donnerstag zur Volksstimme.

Wasserthal war 19 Jahre Bürgermeister und habe in dieser Zeit nach eigenem Bekunden versucht, "die wirtschaftliche Entwicklung in unserer Gemeinde voranzutreiben". Dabei hätten ihn einige Leute unterstützt und anderen seien gern bei Fototerminen dabei gewesen. "Ich möchte aber auch nicht versäumen, mich bei dem größten Teil der Mitarbeiter in der Verwaltung zu bedanken, die auch einen super Job geleistet haben", erklärt Wasserthal.

"Sicherlich haben die vielen Attacken gegen meine Person Spuren hinterlassen, auch gesundheitliche. Aber ich habe auch erkennen dürfen, wer und wo meine wirklichen Freunde sind", zieht Wasserthal eine persönliche Bilanz. "Diese wirklichen Freunde wollen jetzt die Gemeinde Sülzetal wieder nach vorn bringen und wenn meine Hilfe erwünscht ist, stehe ich mit meinem Wissen gern zur Verfügung", gibt Erich Wasserthal zu verstehen. Und die Personen, die damals die Unwahrheiten verbreitet hätten, müssten mit sich selbst klar kommen.

"Dass sich Erich Wasser- thal nie persönlich bereichert hat, stand für mich immer außer Frage", kommentiert Kay Barthel, CDU-Landtagsabgeordneter aus Osterweddingen und Vorsitzender des Sülzetal-Gemeinderates, die Einstellung des Verfahrens.