Nach fast sechsmonatiger Bauzeit ist die kommunale Völpker Nebenstraße Bergmannssiedlung am Donnerstag wieder freigegeben worden. Seit Anfang März wurden hier in zwei Etappen die Kanalisation sowie Fahrbahn, Park- und Nebenflächen grundhaft erneuert.

Völpke l Ohne Beanstandungen endete die letzte Begehung zur Abnahme der Bergmannsiedlung, der Freigabe mit dem obligatorischen Scherenschnitt stand somit nichts mehr im 240 Meter langen und fünf Meter breiten Wege. Nachdem das Straßenbauprojekt - "einer späten Planung aus finanziellen Gründen" geschuldet, wie Bürgermeister Wolfgang Smolin erklärte - im Vorjahr aufgeschoben werden musste, sei nun "alles reibungslos verlaufen; mein Dank dafür an Baufirma, Planer und Verwaltung, es war eine sehr gute Zusammenarbeit."

Außerdem sei ein Vorteil der gewählten Zeitschiene nicht von der Hand zu weisen, so Smolin weiter: "Die Baustelle musste nicht über Winter liegen. Wir konnten durch die Verschiebung früh im Jahr beginnen und sind also auch zeitig fertig geworden." Das Ganze vollzog sich in zwei Etappen, weil die Bereitschaft der anliegenden Feuerwehr gewährleistet bleiben musste. So markierte die Ausfahrt des Gerätehauses den Scheitelpunkt zwischen dem kürzeren West- und dem langen Ostbereich.

Auftraggeber waren die Gemeinde Völpke (350000 Euro) und der Trink- und Abwasserverband Börde (100000 Euro). Der kommunale Anteil speist sich aus eigenen Haushaltsmitteln, den Straßenausbaubeiträgen sowie einer Förderung aus dem Dorferneuerungsprogramm. "Trotzdem muss so eine Summe erst mal aufgebracht werden", merkte der Bürgermeister an, "zumal wir als Gemeinde nach der Linie verfahren, nur das zu investieren, was wir auch tatsächlich erübrigen können, ohne uns zu verschulden." Dies sei - "auch zum Gefallen der Anwohner, denke ich" - hier gelungen.

Die neue Straßenbeleuchtung entlang des 1,50 Meter breiten Fußwegs an der Nordseite ist direkt mit der LED-Technik ausgestattet worden, auf die derzeit auch im restlichen Dorf inklusive Badeleben umgerüstet wird.

Während die Anlieger der Übergabe etwas zaghaft von der eigenen Haustür aus beiwohnten, ließ es sich die Schmetterlingsgruppe aus der nahe gelegenen Kita "Sperlingslust" nicht nehmen, ein Dankeschön in Form von Lied und Gedicht vorzutragen. Zum Lohn durfte die Absperrung zerschnitten werden und gab es einen Beutel Süßes vom zuständigen Baubetrieb aus Hornhausen.

Teure Entsorgung nach Teichleerung

Einen ungeahnten Nebeneffekt indes hat die Sanierungsmaßnahme ausgelöst, als der Ausbau Mitte März auf Höhe des Löschteiches angelangt war. Da während der Schachtungen nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der angrenzende, höher gelegene Teich nicht durchdrückt, wurde das Wasser binnen eines Tages von der Feuerwehr komplett abgepumpt. Der Anglerverein sorgte parallel für die Umsetzung des Fischbestands.

Bei dieser Gelegenheit konnte der Teich dann zwar auch endlich entschlammt werden, doch jene Sedimente haben sich bei einer Laboruntersuchung als stark schadstoffbelastet erwiesen. Als Ursache hierfür werden jahrealte Rückstände eines ehemaligen Motorenbetriebs in unmittelbarer Nähe vermutet. Der Giftschlamm liegt derzeit noch zur Austrocknung an der Teichböschung. Er muss für einen fünfstelligen Betrag zu Lasten der Verbandsgemeinde speziell entsorgt werden.

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