Das Parkfest an der "Villa Blume" ist mittlerweile eine feste Größe im Drei- leber Veranstaltungs- kalender. Der Tradition entsprechend haben auch in diesem Jahr wieder fünf agile Frauen die Fäden der Organisation zusammengehalten.

Dreileben l Das wievielte Mal das Parkfest am Ortsrand von Dreileben gefeiert wurde, vermochte Ursula Brand als eine der Organisatorinnen am Wochenende nicht zu sagen. Fest steht, dass die Idee schon vor vielen Jahren geboren ist. Seitdem ist sie gemeinsam mit Dorothea Weber, Renate Handge, Ingeborg, Röhrich und Heike Köhler ein tolles Gespann, das bei der Organisation des Festes immer viel Spaß hat. "Unsere Familien unterstützen uns", unterstrich Ursula Brand.

Und die fünf Frauen wissen noch mehr Unterstützer ihrer Festidee an ihrer Seite. So war die Feuerwehr wieder zur Stelle, als es darum ging, Tische, Bänke und die vor Regen schützenden Zelte aufzubauen. Die Kuchenbäckerinnen aus dem Dorf, die stets für den nachmittäglichen Gaumenschmaus sorgen, sind ebenso eine feste Bank. "Dafür sagen wir Danke", so Ursula Brand. Die Idee des Kram- und Schmuckmarktes, die im vergangenen Jahr Premiere hatte, wurde fortgeführt. Zahlreiche Schätzchen und vor allem viele Bücher, die von Leuten aus dem Dorf zusammengetragen wurden, luden zum Stöbern ein.

Bei den jüngsten Gästen, auch wenn es nicht die große Masse war, sollte keine Lange- weile aufkommen, während sich die Älteren über die Neuig- keiten im Dorf austauschten. So hatten die Organisatorinnen den Stand mit den bunten Büchsen, die mit Bällen beworfen werden konnten, schnell aufgebaut.

Die kulturelle Umrahmung des Festes wird bei der Planung selbstverständlich ebenso nicht vergessen. Doch viel Geld wird dafür nicht investiert, denn die fünf Damen besinnen sich jedes Mal auf ihre eigenen Talente, notfalls auch unterstützt von einigen Helfern. "Wir haben auch diesmal wieder etwas einstudiert", sagte Ursula Brand. Flugs war die "Mannschaft" in die Kostüme geschlüpft, um auf die lustige Art unter Beweis zu stellen, wohin der Sparzwang im Gesundheitswesen und speziell im Altenheim eines Tages führen kann. Und auch Bauer Heinrich und seine Liese diskutierten heftig, um eine Lösung zu finden, wie sie das Loch im Topf stopfen können.

Nachdem der Applaus und das Lachen des Publikums verklungen waren, wurde es still im Park der Villa. Marko Pankrath war aus Eggenstedt gekommen, um den Drei- lebern einige Melodien auf seiner Querflöte vorzuspielen. Der Applaus war auch ihm sicher. Während die Dreileber noch eine Weile zusammensaßen, grübelten die Organisatorinnen schon, wem sie diesmal den Festerlös zukommen lassen. "Jedenfalls sollte es wie immer für den guten Zweck sein", sagte Ursula Brand. Und sollte die Villa nicht einen neuen Besitzer finden, wird wohl auch im nächsten Jahr Ende August hier wieder ein Parkfest gefeiert. "Der Termin hat sich bereits eingespielt, anfangs mussten wir uns immer nach der Ernte richten", erklärte Ursula Brand und richtete ihren Dank an Villeneigentümer Christian Blume, der sein Anwesen jedes Mal zur Verfügung stellt.

 

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