Aus dem eigenen "Stadtsäckel wird Kroppenstedt in die Kindertagesstätte der Stadt investieren. Rund 10 000 Euro fließen in die Heizungsumstellung von Öl auf Gas.

Kroppenstedt l Die Gemeinde Westliche Börde als Träger der Kindertagesstätten hat die Ferienzeit genutzt, um in die Kindereinrichtungen zu investieren. Neue Möbel wurden angeschafft und es wurde fleißig gemalert. So auch in Kroppenstedt. Hier wurden rund 8000 Euro aufgebracht, um in der Kita "Rasselbande" Decke und Wände des Treppenhauses mit neuen Farben zu versehen. Maler werden zudem die Außentüren und die Kellertür aufarbeiten.

Knirpse müssen über die Feuerleiter nach draußen

Für die "Rasselbande" war die Zeit des Malerns auch eine spannende Zeit, wie die Erzieherinnen berichten. Die älteren Kinder, die in der oberen Etage untergebracht sind, konnten das Treppenhaus nicht benutzen, rein und raus ging es für sie über die Feuerschutztreppe. Das hätten die Kinder prima gemeistert, was sie in diesen Tagen gern wiederholten.

Was Kroppenstedts Bürgermeister Joachim Willamowski ärgert, ist die Tatsache, dass die Arbeiten, die die Stadt Kroppenstedt aus eigener Tasche finanziert, im Volksstimme-Bericht unerwähnt blieben. "Dass in die Kitas investiert wird, ist auch Aufgabe der Verbandsgemeinde, die Träger der Einrichtungen ist. Und derartige Arbeiten werden zudem über die Umlage, die die Mitgliedsgemeinden aufbringen, finanziert", erklärt er. Zugleich berichtet er, dass die Stadt Kroppenstedt aus eigener Tasche zusätzlich in die Kita investieren wird. "Wir stellen die Heizung von Öl auf Gas um. Damit soll die Geruchsbelästigung, die durch die Öl-Heizung entsteht, beseitigt werden", erklärt der Bürgermeister.

Joachim Willamowski berichtet weiter, dass es in den 1990er Jahren hieß, Kroppenstedt würde nicht an das Gasnetz angeschlossen werden. Deshalb haben öffentliche Einrichtungen wie die Kindertagesstätte eine Ölheizung. Inzwischen gibt es eine Gasversorgung in der Stadt und davon solle nun in Zukunft die Kita profitieren. Im Rathaus ist die Heizung bereits umgestellt, nun folgt die Kindereinrichtung. "Dafür bringt die Stadt eine Summe von 9477 Euro auf. Der Auftrag ist bereits ausgelöst", so Joachim Willamowski.

Für ein Gerätehaus für die Grundschule hätte die Stadt, die ebenfalls nicht Träger der Schule ist, ebenso Geld zur Verfügung gestellt. Besagtes Haus kostete 2700 Euro und wurde am Dienstag geliefert.