Die Sperrung einer Brücke im Kampweg sorgt in Hamersleben für Ärger. Doch es war unumgänglich, sie zu sperren. Wie eine Kontrolle ergab, war der Steg völlig aus den Fugen geraten, das Überqueren wurde zur Gefahr.

Hamersleben l Nach der Sperrung der Fußgängerbrücke im Kampweg klingelte das Telefon beim stellvertretenden Bürgermeister Klaus Graßhoff Sturm. Reihenweise beschwerten sich die Bürger über die Sperrung, die durch das Tiefbauamt der Gemeindeverwaltung Westliche Börde vorgenommen worden war. Beschwerden hätte es auch deshalb gehagelt, weil besagte Brücke gerade von Schulkindern auf ihrem Weg zum Schulbus genutzt werde. Dieser Weg sei sicherer als entlang der Straße, wie Klaus Graßhoff erklärte.

Er organisierte kurzfristig einen Vororttermin mit der Leiterin des Tiefbauamtes, Katrin Otto. "Wir lassen turnusmäßig von einem Ingenieurbüro die Brücken überprüfen. Die Kontrolle der Fußgängerbrücke im Kampweg in Hamersleben ergab, dass sie völlig aus den Fugen geraten war. Die über 30 Jahre alte Brücke muss mehrfach umgesetzt worden sein. Dabei hat sich die seitliche Stahlkonstruktion verbogen", erklärt Katrin Otto. Sie könne verstehen, dass die Bürger die Sperrung nicht nachvollziehen können, da die Brücke, schaut man von oben darauf, noch völlig in Ordnung aussah. Doch unterhalb drohten die Steine bereits herauszubrechen, hatten sich im Beton Risse gebildet.

Während am Donnerstag der Vororttermin war, hatten am Freitag bereits erste Ar- beiten an der Brücke begonnen. Die alten Steine sind schon herausgebrochen, die Stahlkonstruktion bleibt stehen. Die Gemeinde Westliche Börde hat über Zeitvertragsfirmen geregelt, dass derartige Arbeiten kurzfristig ausgeführt werden können, wie Katrin Otto weiter erklärt. Schon am Montag gehen die Reparaturarbeiten weiter. "Wenn es keine bösen Überraschungen gibt, kann die Fußgängerbrücke zum Schuljahresbeginn wieder begangen werden", macht sie deutlich.