Der Gottesdienst am morgigen Sonntag in der Druxberger Jakobuskirche lässt aufhorchen. Die mechanische Troch-Orgel gibt wieder große Töne von sich, da die Wiederherstellungsarbeiten an dem knapp 150 Jahre alten Instrument weitgehend erledigt sind.

Druxberge l "Es wird ein besonderer Gottesdienst", betont Gemeindekirchenratsvorsitzende Theda von Graeve, "denn unser mechanisches Prunkstück wird endlich wieder in vollerem Klang zu hören sein, worauf wir uns natürlich sehr freuen." Die letzte Bauphase sei "nun soweit abgeschlossen", die Orgelbauer hätten ganze Arbeit geleistet, damit die kleine Feierstunde von großen Tönen umrahmt werden kann. Der Gottesdienst in der evangelischen Kirche St. Jakobus beginnt morgen um 9.30 Uhr.

In der vergangenen Woche haben die Fachleute im Rahmen der Teilrestauration der Orgel die überarbeiteten Holzpfeifen (Hohlflöte 8`) eingebaut. Die Klangprobe ist erfolgt, der Orgel Stimmvolumen für ausgezeichnet befunden worden.

Das Kircheninstrument mit seiner markant pastellfarbenen Holzverkleidung zählt zu den ältesten seiner Art in der Börderegion. Die Orgel wurde im Jahr 1868 vom Neuhaldensleber Orgelbaumeister August Troch errichtet und ist in ihren originalen Bestandteilen erhalten. "Das macht uns natürlich stolz, zugleich nimmt es uns aber auch in Verantwortung, unsere Orgel weiter zu hegen und zu pflegen", so Theda von Graeve. "Daher ein herzliches Dankeschön an alle Helfer, Freunde und Beteiligten, die uns diesen Schritt ermöglicht haben und hoffentlich auch weiter zu uns stehen."

Unterstützend wirke nicht zuletzt die Kirchenhalle auf das wertvolle Instrument ein. Das beherbergende, nur ein Jahr ältere Gotteshaus, eingeweiht 1867, verfüge über "eine ganz besondere Akustik" - wieder und neu zu erleben , wenn morgen für die Glocken zum Gottesdienst mit Pfarrer Thomas Seiler läuten.