Der Verwaltung der Einheitsgemeinde Sülzetal am Standort des Rathauses in der Alten Dorfstraße von Osterweddingen stehen Veränderungen bevor. Die Finanzverwaltung soll aus ihren jetzigen Büros in der Grundschule zunächst in Container ziehen, die auf dem Hof des Rathauses aufgestellt werden.

Osterweddingen l Die Grundschule Osterweddingen in der Dodendorfer Straße benötigt mehr Platz zum Lernen und für den Hort. Der Sozialausschuss der Einheitsgemeinde Sülzetal hat sich unlängst dafür ausgesprochen, die Grundschule aus eigenen Mitteln auszubauen. Passiere das nicht, erlösche zum Jahresende die Betriebserlaubnis.

Deshalb wird die Finanzverwaltung der Gemeindeverwaltung Sülzetal, die zurzeit die obere Etage der alten Schulverwaltung nutzt, ausziehen. Diese obere Etage wird so umgebaut, dass dort zehn Räume für Schule und Hort entstehen. Zur Finanzierung will die Gemeinde die Investitionspauschale nutzen, die das Land jährlich an die Kommunen auszahlt. Diese Pauschale, die anhand eines Einwohnerschlüssels errechnet werde, betrage jährlich so um die 346000 Euro, wurde bei der Sitzung des Sozialausschusses geäußert.

Wie Sülzetal-Bürgermeister Jörg Methner (SPD) gegenüber der Volksstimme sagte, sei ein Planungsbüro für das Erstellen eines Gesamtkonzeptes für den Umbau der Grundschule Osterweddingen beauftragt worden. Auch habe die Gemeinde einen Bauantrag für die Umnutzung des gesamten Objektes, das aus den Betriebsgebäuden I und II bestehe, gestellt. Das Betriebsgebäude I solle als Hort genutzt werden, das Gebäude II bleibe als Schule erhalten. Wegen des erhöhten Platzbedarfs in der Grundschule sowie im Hort werde in diesem Jahr noch die Ausschreibung der erforderlichen Bauleistungen im zweiten Obergeschoss erfolgen.

Die Finanzverwaltung des Sülzetals soll nach ihrem Auszug aus der Grundschule zunächst in Container ziehen, die auf dem Hof des Rathauses in Osterweddingen aufgestellt werden. Jörg Methner schätzte, dass die Container im Oktober geliefert werden und dass die Mitarbeiter der Finanzverwaltung im November einziehen könnten. "Für den reibungslosen Umzug wird es unumgänglich sein, dass die Verwaltung an zwei bis drei Tagen geschlossen ist. Auch deshalb, weil der Hauptcomputerserver der Finanzverwaltung ebenfalls einen neuen Standort bekommt", kündigte der Bürgermeister an.

Das Provisorium der Unterbringung der Finanzverwaltungsmitarbeiter in Containern sei nach Ansicht von Methner jedoch keine endgültige Lösung. Vielmehr sei er für eine Zentralisierung der Verwaltung am Standort des Rathauses Osterweddingen. "Es ist ein besseres Arbeiten, wenn alle Teile der Verwaltung an einem Ort untergebracht sind", verdeutlichte er. Der Gebäudekomplex in der Alten Dorfstraße biete noch genügend Platz, müsse jedoch umgebaut werden. Wie und wann der Umbau angepackt werde, hänge von der finanziellen Situation des Sülzetals und einer noch vom Gemeinderat zu treffenden Grundsatzentscheidung ab.

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