Der Gemeinderat Ausleben hat sich Montagabend unter anderem mit derzeitigen und künftigen Baumaßnahmen beschäftigt. Dabei ist auch einer Mehrausgabe für die im Juni begonnenen Sanierungsarbeiten an der Landesstraße 104 in Ottleben zugestimmt worden.

Ausleben l Eigentlich wollte die Gemeinde Ausleben ja nur 151000 Euro für ihren Teil der Sanierungsarbeiten ausgeben, die derzeit an der Landesstraße 104 am Ortseingang von Ottleben erfolgen und gemeinsam mit dem Trink- und Abwasserverband Börde sowie dem Land geplant und in Auftrag gegeben worden sind. Doch wird die Gemeinde nun knapp 165000 Euro für ihren Teil, also beispielsweise für den Bau eines Regenwasserkanals, für die Erneuerung und Verlängerung des Fußweges oder auch für neue Straßenlampen zahlen müssen. Die fast 14000 zusätzlichen Euro hat der Gemeinderat am Montag während seiner jüngsten Sitzung per Beschluss freigegeben.

Grund für diese offiziell betitelte "überplanmäßige Ausgabe" ist vor allem die Herrichtung eines Feldweges, der parallel zur Landesstraße während der Bauarbeiten die Zufahrt zu Gewerbeeinrichtungen, beispielsweise zu einer Tankstelle und einem Getränkeshop ermöglicht. Dass diese Zufahrt gewährleistet wird, hatte der Gemeinderat seinerzeit beschlossen, da die Landesstraße in der Zeit der Bauarbeiten voll gesperrt werden musste und die Gewerbeunternehmen somit sechs Monate von der Kundschaft nicht erreicht worden wären. Was für die Geschäfte nicht zu verkraften gewesen wäre. Für Bürgermeister Dietmar Schmidt und die große Mehrheit des Gemeinderates Grund genug, 14000 Euro mehr als geplant auszugeben.

In diesem Zusammenhang hat der Bürgermeister den Gemeinderat informiert, dass die Bauarbeiten an der L104 "voll im Plan" liegen. "Eigentlich hat der Baubetrieb Hornhausen sogar einen Plan-Vorsprung herausgearbeitet", wie Dietmar Schmidt sagte und ankündigte, dass der etwa 400 Meter lange L 104-Abschnitt wie vorgesehen Mitte Oktober seine neue Asphalt-Decke bekommt. Um danach bis zum geplanten Bauende im November die Restarbeiten zu erledigen.

Mit dem Ende dieses Bauprojekts werden zwar in Ottleben, Ausleben und Warsleben alle Grundstücke an die zentrale Schmutzwasserentsorgung angeschlossen, aber noch nicht alle Straßen saniert sein. Auch noch nicht alle Abschnitte der Landesstraßen, die durch die Großgemeinde Ausleben führen.

Bevor allerdings in den nächsten Jahren die weitere Fahrbahn der L 104 in Stand gesetzt wird, werden sich im nächsten Jahr Bauarbeiter erst einmal die Landesstraße 77 vornehmen. Und zwar vom Ortseingang aus Richtung Beckendorf bis zur Auffahrt auf die L 104. Was auch wieder ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde und des Landes wird. "Derzeit laufen in Magdeburg die Absprachen. Im November werden noch einmal alle Beteiligten zusammenkommen und im Dezember die Arbeiten vergeben", wie der Bürgermeister sagte und ankündigte, dass im März/April mit den Arbeiten begonnen werde: "Davor wird es auch noch eine Versammlung geben, in der alle Anlieger über den Ablauf informiert werden."

Im Zuge dieser Arbeiten sollte auch der Fußweg an der Nussstraße erneuert und dieser Auftrag als separates Los der L-77-Sanierung ausgeschrieben werden, so Schmidt. Wofür es keinen Widerspruch von den Gemeinderäten gab. "Alle sind einverstanden, dann werden wir so verfahren", wie der Bürgermeister sagte, der noch Informationen über ein weiteres Bauvorhaben in petto hatte: "Nach mehreren Ortsterminen und Gesprächen steht nun fest, dass die vorgesehene Parkfläche nicht vor dem Sportplatz, sondern wie es der Sportverein wollte auf dem Sportplatzgelände angelegt wird." 8000 Euro hat die Gemeinde dafür geplant. "Die Pflastersteine dafür stellen der Ottleber Tankstellenbesitzer und der Baubetrieb Hornhausen zur Verfügung", so Dietmar Schmidt.