Ein Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehr ist gestern zum Einsatz in die Kindertagesstätte "Sarrezwerge" nach Wanzleben ausgerückt. Allerdings hat zu keiner Zeit Gefahr bestanden. Der Einsatz diente nur Übungszwecken.

Wanzleben l Über das Vorhaben ist nur Kita-Leiterin Birgit Kottisch informiert. Sie hat ihren Erzieherinnen und den Kindern einen spannenden Tag angekündigt. Mit großem Spektakel, wie sich herausstellen wird.

Um 8.51 Uhr meldet sich die Kita in der Rettungsleitstelle Haldensleben und meldet einen Kellerbrand. Eine Minute später werden die Freiwilligen Feuerwehren Wanzleben, Klein Wanzleben, Domersleben und Bottmersdorf alarmiert. Die Wanzleber Feuerwehr meldet sich um 8.55Uhr bei der Leitstelle und ist bereits acht Minuten nach Auslösung des Alarms mit drei Fahrzeugen - Tanklöschfahrzeug, Drehleiter und Einsatzleitwagen - am Ort des Geschehens.

Mittlerweile sind alle Kinder in einer konzentrierten Aktion von ihren Erzieherinnen aus dem Gebäude an einen sicheren Platz geführt worden. In kürzester Zeit treffen auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Klein Wanzleben, Domersleben und Bottmersdorf mit jeweils einem Löschfahrzeug an der Kita ein. Dort werden sie vom Einsatzleiter Kai Pluntke eingewiesen. Dichter Rauch dringt aus Kellertüren und -fenstern. Hierfür sind Nebelmaschinen eingesetzt worden. Sie leisten wirklich ganze Arbeit. Den Einsatzkräften wird mitgeteilt, dass im stark verrauchten Keller der Kita vier Personen vermisst werden. Ziel ist, die Personen zu suchen und zu retten. Entschlossen bahnen sich mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Kameraden den Weg in die Kellerräume. Sie finden alle vermissten Personen und bringen sie unbeschadet ins Freie. Anzumerken ist, dass es sich bei den "Geretteten" um Attrappen handelt.

Um 9.38 Uhr ist die Maßnahme beendet. Kai Pluntke nimmt mit den Gruppenführern die Auswertung vor. Stadtwehrleiter Burkhard Wegner zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden. "Ziel war, festzustellen, wie viele Kameraden einsatzfähig sein würden. Zudem sollten Ortskenntnisse vertieft und die Zusammenarbeit der einzelnen Ortsfeuerwehren gefestigt werden." Beachtlich: insgesamt 23 Einsatzkräfte haben sich am Brennpunkt eingefunden.

Ein aufregender Morgen geht für alle Beteiligten zu Ende. Den Kindern wird erklärt, dass es sich um eine Übung gehandelt hat. Danach dürfen sie die eindrucksvolle Feuerwehrtechnik in Augenschein nehmen.

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