Bauschutt, Müll, ausgediente Elektrogeräte und noch reichlich anderer Unrat wird zunehmend im Umfeld von Pachtgewässern des Anglervereins Oschersleben und Umgebung entsorgt. Jetzt hat der Wulferstedter Rainer Mock abermals solch einen Umweltfrevel in der Nähe seines Heimatortes entdeckt.

Wulferstedt l Rainer Mock ist der Fischereiaufseher des Anglervereins Oschersleben und Umgebung. Und wenn der Wulferstedter die von Harbke bis Hadmersleben gepachteten Angelgewässer inspiziert, dann in erster Linie, um Schwarzangler auszusortieren. Also Angler, die weder Vereinsmitglied sind, noch sich eine Tageskarte gekauft haben, aber trotzdem in Pachtgewässern des Vereins fischen, dessen Mitglieder viel Geld und Zeit für Fischbesatz oder auch Gewässerpflege investieren.

"Das ist eine Verschmutzung der Umwelt und nicht zu verstehen."

Doch sind es nicht nur diese Schwarzangler, über die sich Rainer Mock ärgert. Zunehmend sind es auch Leute, die Müll in der Natur und dabei nicht selten im Umfeld der Angelgewässer des Vereins entsorgen. "Das ist Umweltverschmutzung und nicht zu verstehen", ärgert sich Rainer Mock, der jetzt auch unmittelbar in der Nähe seines Heimatortes fündig geworden ist. Und zwar am Schöpfbecken im Naturschutzgebiet Großes Bruch zwischen Wulferstedt und Hornhausen.

"Wir teilen so etwas dann dem jeweils zuständigen Ordnungsamt mit."

Hier muss jemand jüngst mit einem Anhänger vorgefahren sein und hat unter anderem dicke Betonplatten, ausgediente Fußbodenbeläge, Planen, Plastikgegenstände, Metallteile und selbst ein halbes Autofenster dort entsorgt, wo ansonsten die Angler ihre Hocker aufstellen. "So etwas ist doch nicht zu begreifen", sagt Rainer Mock, der an anderen Gewässern mitunter auch schon ausrangierte Fernseher, Autobatterien oder Autoreifen entdeckt hat. "Wir teilen so etwas dann dem Ordnungsamt des Landkreises beziehungsweise der zuständige Gemeinde oder der zuständigen Stadt mit", wie Rainer Mock sagt, der auch schon mal an Gewässern aufgefundene Autoreifen selbst zur Abfallbeseitigungsfirma gebracht hat. "Aber für diese Entsorgung musste der Verein dann auch noch zahlen, das kann es ja wohl nicht sein", wie der Fischereiaufseher sagt und an die Verursacher appelliert, diese Umweltverschmutzung sein zu lassen und ihren Unrat ordnungsgemäß zu entsorgen. Zumal auch Gegenstände in die Botanik gekippt werden, die die Abfallentsorgung auf Anmeldung von zu Hause kostenfrei abholt.

"Wir arbeiten dabei mit dem Landkreis sehr eng zusammen. Und auch mit den Ordnungsämtern der benachbarten Kommunen."

Und weil eine ordnungsgemäße Entsorgung meistens sehr einfach und kostenfrei zu regeln ist, kann auch Oscherslebens Ordnungsamtsleiter Gerd Ludwig nicht nachvollziehen, warum es immer wieder Leute gibt, die ihren Müll in die Natur kippen. Denn solche Umweltfrevler treiben nicht nur in dem Teil des Großes Bruchs, der zur Verbandsgemeinde Westliche Börde gehört, ihr Unwesen, sondern auch in dem Teil, der zur Stadt Oschersleben gehört.

"Wobei in solchen unbebauten Gegenden das Ordnungsamt des Landkreises zuständig ist", wie Gerd Ludwig sagt und hinzufügt: "Wir arbeiten dabei aber mit dem Landkreis sehr eng zusammen. Und auch mit den Ordnungsämtern der benachbarten Kommunen."