Eine Woche mussten die Oschersleber auf das Schwimmen und Plantschen in öffentlichen Bädern verzichten. Seit dem 31. August ist die diesjährige Freibadsaison Geschichte. Am Montag, 8. September, öffnet dafür die Volksschwimmhalle wieder ihre Tore.

Oschersleben l Insgesamt 10569 Besucher strömten in diesem Sommer in das Oschersleber Freibad im Norden der Stadt. "Wir haben somit Einnahmen von rund 23000 Euro erreicht. Demgegenüber stehen Kosten von zunächst 160000 Euro", rechnet Sylvia Frehde vom Baubetriebsamt und dort verantwortlich für die städtischen Bäder vor. Allerdings stünden noch Zahlungen einiger Rechnungen aus, die Ausgaben würden sich also noch erhöhen.

Leicht enttäuscht zeigt sich vor allem Steffen Czerwienski. "Offenbar war das Wetter der zweiten Sommerhälfte gefühlt nicht so gut, so dass wir in diesem Zeitraun weit weniger Besucher begrüßen konnten", sagt der Amtsleiter. Seine Einschätzung untermauert er mit gerade einmal 1100 Besuchern im Monat August. Vor allem das Pfingstwochenende und die heißen Junitage sorgten dagegen für einen regelrechten Ansturm. Über die insgesamt 94 Tage dauernde Saison seien 3600 Einzelkarten für Erwachsene und 4300 für Kinder über den Ladentisch gegangen. Zehnerkarten für Kinder wurden für 1200 Mal und für Erwachsene 350 Mal gekauft. Enttäuschend sehen die Zahlen für die Saisonkarten aus: Diese (Kinder: 40 Euro, Erwachsene: 60 Euro) wurden insgesamt nur fünf Mal gewünscht. "Rechnen wir Kosten und Einnahmen gegeneinander auf, wurde jeder Freibadbesuch mit rund 15 Euro von der Stadt bezuschusst", erklärt der Amtsleiter weiter.

Die Erwartungen nicht erfüllt habe zudem die Öffnung ab 10 Uhr mit Beginn der Ferienzeit. "Unsere Erfahrungen, dass nur der geringste Teil der Badegäste vor dem Mittag kommt, hat sich bestätigt", sagt Frehde. Außerdem hätte für die diesjährige Sommersaison ein Rettungsschwimmer zusätzlich eingestellt werden müssen. Diese seien derzeit nicht leicht zu finden. "Leider hat es auch keine Angebote von außen für Veranstaltungen auf dem Gelände gegeben", informierte sie weiter.

Dafür laufen die Vorbereitungen für die Öffnung der Volksschwimmhalle am kommenden Montag bereits seit Wochen auf vollen Touren. "Wir hatten zwar über den Sommer geschlossen, waren aber nicht außer Betrieb", betont die Amtsmitarbeiterin. Vor allem wichtige Wartungsarbeiten macht sie dafür verantwortlich. Techniker Peter Bosse erklärt, was in den vergangenen Monaten alles zu tun war: "Es muss vorschriftsgemäß einmal im Jahr das Wasser komplett gewechselt werden. Dabei haben wir alle Becken gereinigt und Fugen ausgebessert. Das Nichtschwimmerbecken hat sogar einen neuen Anstrich bekommen."

Außerdem seien diverse Rohrleitungen repariert, die Wasseraufbereitungsanlage überholt oder Kleinsteilte an der komplizierten Messtechnik ausgewechselt worden. Außerdem wurden laut Bosse die Kessel gewartet und Brenner getauscht. Auch die Entsalzungsanlage sei komplett überholt worden. "Unsere Damen haben sich um die Garderoben gekümmert. Die wurden komplett entkeimt. Auch unsere Außenanlagen werden von uns auf Vordermann gebracht", beschreibt der Meister für Maschinen- und Anlageninstandsetzung. Laut Slyvia Frehde sind dafür Kosten in Höhe von etwa 60000 berappt worden.

Die Eintrittspreise werden sich im Gegensatz zum vergangenen Jahr allerdings nicht ändern. So zahlen Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre 1,50 Euro für die erste Stunde, Erwachsene müssen einen Euro mehr auf den Tisch legen. Jede weitere angefangene Stunde kostet 50 Cent. Geöffnet hat die Schwimmhalle täglich von 6 bis 22 Uhr, wobei die Stunden zwischen 8 und 12 Uhr zumeist den Schulen und Kitas vorbehalten bleiben. Damit stehen die Türen insgesamt 70 Stunden pro Woche offen.

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