Ein Feuer hatte am 1. August das Zuhause der Hadmersleber Familien Rehse und Zydorek vernichtet (Volksstimme berichtete). Wann die Familien in ihre heimischen vier Wände zurückkehren können, steht in den Sternen. Statiker müssen die Standfestigkeit der Häuser noch ab- schließend überprüfen.

Hadmersleben l Noch immer ist Ingelore Rehse sehr aufgeregt, wenn sie an die Ereignisse des 1. August zurückdenkt. Innerhalb kürzester Zeit hat ein Dachstuhlbrand das Reihenhaus im Hadmersleber Ortskern unbewohnbar gemacht. Im Haus lebte neben Rehses auch die Familie ihrer Nichte Heike Zydorek. Vor allem schmerze der Verlust vieler persönlicher Erinnerungen wie beispielsweise Fotos. "Doch wichtig ist, dass wir alle am Leben sind, dass niemand zu Schaden gekommen ist", sagt Ingelore Rehse heute.

Großer Dank an die Feuerwehr und Helfern

Mehr als vier Wochen sind seit dem Brand vergangen. Und mit etwas Abstand zum Geschehen möchten die betroffenen Familien allen Helfern, vor allem aber den Kameraden der herbei geeilten Feuerwehren danken. "Im Nachhinein haben wir erfahren, dass es auch leichte Verletzungen bei den Kameraden gab. Diesen Feuerwehrleuten wünschen wir vor allem alles Gute", so Ingelore Rehse.

Noch am Brandtag hätten sie eine große Welle der Hilfe erfahren. Nachbarn, Freunde, Bekannte oder Firmen halfen auf unterschiedlichste Weise. In Größenordnungen wurden Kartons, Kisten, Wannen, Verpackungsmaterial in jeglicher Form zusammengetragen und den betroffenen Familien zur Verfügung gestellt, damit sie in den nicht mehr bewohnbaren Häusern die Schränke leerräumen konnten. "Hilfe kam wirklich von allen Seiten, viele haben mit angepackt und auch Lagermöglichkeiten für die vielen Kisten und Kartons zur Verfügung gestellt", sind Ingelore Rehse wie auch Familie Zydorek noch immer überwältigt.

Wenn auch etliche Erinnerungsstücke verbrannt oder durch das Wasser beschädigt sind, so konnte doch ein Großteil der persönlichen Dinge gerettet werden. Vieles hat auch durch den Ruß, der sich wie ein dicker schwarzer Film auf die Dinge gesetzt hat, Schaden genommen. "Wir waschen noch heute", meint Ingelore Rehses Nichte, Antje Drößler.

Wann die Familien Rehse und Zydorek wieder in ihre Häuser können, könne momentan nicht eingeschätzt werden. Die Dächer sind zwar abgedichtet, jedoch sei es noch immer nicht möglich, einen neuen Dachstuhl aufzusetzen.

"Die Statiker müssen erst untersuchen, in wie weit das Mauerwerk noch tragfähig ist, welche Schäden Feuer und Wasser hier angerichtet haben", erzählt Ingelore Rehse. "Teilweise tropft es noch immer aus Decken und Wänden", so die Hadmersleberin. Anderseits wurde teilweise mit dem Entkernen begonnen, sind beispielsweise die Fußböden herausgerissen.

Dass sich wahre Freundschaft tatsächlich in der Not bewährt, haben beide Familien nach dem Brand in den vergangenen Wochen erfahren. Ingelore und Bernd Rehse kamen bei Familie Blume unter. Dort können sie in einer kompletten Wohnung erst einmal die nächsten Monate bleiben, bis geklärt ist, was aus den Häusern wird. Familie Zydorek kann bei Sabine Schulze über eine Wohnung verfügen.

Zur Brandursache konnte noch keine abschließende Antwort gegeben werden.