Der Landkreis Börde hat Ende August mit dem Bau des Radweges von Sülldorf nach Osterweddingen begonnen. Die Arbeiten sollen Mitte Oktober beendet sein.

Sülldorf/Osterweddingen l Alexander Ziebarth setzt die Motorkettensäge an und zersägt am Ortseingang von Osterweddingen einige Bäumstämme. Sein Kollege Philipp Blume räumt die zerschnittenen Stämme und Äste geschwind zur Seite. Später werden die beiden Beschäftigten einer Gartenbaufirma aus einem Ort bei Könnern die Äste zerschreddern. Ein riesiger Haufen mit Holzspänen wird nur davon übrig bleiben.

Die beiden Gartenbauexperten haben mit dem Abholzen der Bäume und Büsche den Radwegebau von Sülldorf nach Osterweddingen vorbereitet. Im Auftrag des Landkreises Börde hat eine Baufirma am 20. August mit dem Abschieben des Mutterbodens damit begonnen, den etwa 1100 Meter langen Radweg zu bauen. Wie Martin Nottrott vom Kreiseigenbetrieb Straßenbau und -unterhaltung sagt, habe sich der Beginn der Bau- arbeiten etwas verzögert, weil der Energierversorger Avacon erst Freileitungen für Strom als Erdleitungen umverlegen mussten. "Außerdem mussten wir den Baugrund verbessern und eine Kalkstabilisierung einbauen", erklärt Nottrott.

Auf diese Kalkstabilisierungsschicht werden nach- einander zwei Asphaltschichten aufgetragen, damit der Radweg später eine glatte Oberfläche hat und gut zu befahren sein wird. Nach den Plänen des Kreises sollen die Bauarbeiten Mitte Oktober beendet sein.

Die Gesamtkosten für das Vorhaben liegen bei 270000 Euro, wobei der Bau allein etwa 170000 Euro kostet. Die Differenz dazwischen habe der Kreis unter anderem für den Erwerb der Grundstücke, auf denen der Radweg verläuft, und für die Planung ausgeben müssen. Wie Martin Nottrott weiter erklärt, werden 80 Prozent der Projektkosten aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung gefördert. Die restlichen 20 Prozent der Kosten trage der Kreis.

Für das kommende Jahr plant der Landkreis Börde dann den zweiten Bauabschnitt von Sülldorf nach Bahrendorf. Ist dieser fertig, können die Einwohner des Sülzetals durchgängig mit ihren Rädern von Bahrendorf nach Osterweddingen und zurück fahren.

Der geplante Bau des Radweges wird besonders die Oster- weddingerin Editha Bösche und Bahrendorfs Ortsbürgermeister Wolfgang Damke freuen. Sie hatten im November 2011 an Landrat Hans Walker (CDU) 840 Unterschriften von Einwohnern vor allem aus Bahrendorf, Sülldorf und Osterweddingen, die sich damit für den Bau des Radweges einsetzten, übergeben. Es ging den Unterzeichnern darum, eine sichere Verkehrsmöglichkeit für Radfahrer entlang der Kreisstraße zu schaffen. Mit der Sanierung der Straße sei der Sommerweg weggefallen. Seitdem müssen Radfahrer die Kreisstraße benutzen, was wegen des starken Fahrzeugverkehrs gefährlich sei.

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