Bauflächen stehen in den Ortsteilen und auch in der Kernstadt teilweise im Überfluss zur Verfügung. Ob diese oder neue Flächen gebraucht werden, darüber geben die Wohnlandbaukonzepte für die Kernstadt und die Ortsteile Auskunft.

Oschersleben l Dass Flächen für die Wohnbebauung auch in Zukunft vorgehalten werden, stehe außer Frage, wie vor wenigen Tagen im Bauausschuss verdeutlicht wurde. Ziel der hier vorgestellten Wohnlandbaukonzepte, die für die Ortsteile und die Kernstadt Oschersleben entwickelt wurden, sei es vordergründig, eine Bedarfsprognose für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung zu erstellen und die am besten geeignetesten Flächen für Wohnbauland zu ermitteln. In der Konsequenz werde dies auch bedeuten, dass man sich von einigen Flächen, die bislang für die Bebauung vorgehalten sind, "verabschieden" müsse, einfach weil der Bedarf nicht mehr da sei. In den Wohnbaulandkonzepten kann beispielsweise auch nachgelesen werden, wie sich der Bevölkerungsrückgang in den einzelnen Ortschaften darstellt. Auch unter diesen Gesichtspunkt mache sich eine Überarbeitung der Flächennutzungspläne hinsichtlich der Wohnbauflächen erforderlich. In Oschersleben beispielsweise solle eine Fläche östlich des Seehäuser Weges bis zur L 24 stark reduziert werden, ebenso solle eine Fläche westlich der Breitscheidstraße, gegenüber des Sportgeländes, als Wohnbaufläche aus dem Flächennutzungsplan gestrichen werden.

In Alikendorf sind Kleingärten zwischen Rotdornweg und Hadmersleber Straße als Wohngebiet dargestellt. Drei Häuser sind hier bereits errichtet worden. Dabei solle es nach dem Willen des Landesverwaltungsamtes auch bleiben, da die weitere Bebauung immer näher an die Schweine- mastanlage und damit an die entsprechenden Geruchs-immissionen rücken würde. Der Ortschaftsrat Alikendorf jedoch habe sich mehrheitlich für ein Aufrechterhalten des Wohngebietes in der Gartenanlage ausgesprochen. Darüber wurde in der Bauausschuss_ sitzung informiert.

Gedanken hat sich auch der "alte" Ortschaftsrat Klein Oschersleben zu Baugrundstücken gemacht. Einer Klärung bedürfe das derzeit noch ausgewiesene Baugebiet "Alte Plantage". Erklärt der Besitzer, dass die Fläche nicht mehr für eine Bebauung zur Verfügung steht, hätte die Ortschaft keinerlei Baugrundstücke mehr. Der Wunsch des Ortschaftsrates sei des dann, im unteren Teil einer Kleingartenanlage, entlang der vorhandenen Grundstücke des Sraßenzuges Alte Hauptstraße eine Reihe Baugrundstücke zur Verfügung zu stellen.

Die Entwürfe der Wohnlandbaukonzepte sind vom 13. Oktober bis 14. November in der Stadtverwaltung, Peseckendorfer Weg 3, ausgelegt.