Mit einem positiven Fazit hat der Förderverein Freibad Langenweddingen 1928 die Badesaison beendet. Fast 10000 Besucher waren zu Gast.

Langenweddingen l "Die Ausgangslage zum Jahresbeginn war denkbar schlecht. Die Gemeinde Sülzetal hatte und hat ja bis heute keinen beschlossenen Haushalt für das Jahr 2014 und aufgrund der Haushaltskonsolidierung stehen alle freiwilligen Leistungen auf dem Prüfstand", sagt Christian Bütow, erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Freibad-Fördervereins Langenweddingen.

Die Gemeinde habe den Förderverein des Freibades in diesem Jahr finanziell nicht unterstützen können. Der Förderverein habe nach Bütows Worten vor der Alternative gestanden, das Freibad in diesem Jahr zu schließen oder ein geplantes Kostenvolumen von etwa 35000 Euro als Förderverein allein zu stemmen. "Eine Schließung kam für uns nicht in Frage und wir haben es geschafft. Geschafft, weil wir bei unseren Spendenanfragen nicht nur großes Verständnis, sondern auch große Spendenbereitschaft erfahren durften und etwa 15000 Euro an Spenden bekamen", freut sich Bütow über die Unterstützung aus der Bürgerschaft und von Unternehmen. Ebenso habe der Förderverein wiederum eine große Hilfsbereitschaft bei allen Arbeitseinsätzen und bei der Betreuung des Badebetriebes erfahren. Auch habe die Einheitsgemeinde Sülzetal den Freibad-Förderverein nach ihren Möglichkeiten unterstützt. "Deshalb ist es uns ein großes Bedürfnis, allen, die wieder mitgeholfen haben, Danke zu sagen", verdeutlichte Bütow.

Durch die vom Förderverein organisierten Arbeitseinsätze sei es gelungen, das Bad nutzungsfähig und schön zu machen. Sechs Frauen aus Langenweddingen hatten sich bereit erklärt, während der Saison ehrenamtlich das Eintrittsgeld zu kassieren. Fünf Männer aus Langenweddingen sorgten sich täglich um die Sauberkeit des Bades, chlorten das Wasser und saugten das Becken ab. Mit Thomas Fröhlich habe der Verein zudem einen neuen Gastronomen gefunden, der mit Ideen das Freibad verschönerte und durch eine Investition eine richtige Strandbar gebaut habe. Auch organisierte er ein Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft, das von den Fans sehr gut besucht worden sei.

Wie Christian Bütow weiter berichtete, hatte der Verein seit 2013 mit einem enormen Wasserverlust des Beckens zu kämpfen. "Wir hatten mit Hilfe von Tauchern und durch Einsatz von Lebensmittelfarbe 2013 die Stelle des Wasserverlustes lokalisiert. Der Langenweddinger Unternehmer Bernd Belka hatte einen Lösungsvorschlag, den er dann auch mit der Stahl- und Metallbau Kärsten GmbH praktisch umsetzte", verdeutlichte der Vorstands-Vize. Mit dem Ergebnis, dass der Wasserverlust fast halbiert worden sei. Dadurch habe der Verein Kosten sparen können.

Der Förderverein des Freibades habe auch über die Ortsgrenzen von Langenweddingen hinaus Unterstützung erfahren. Axel Spengler aus Schwaneberg habe zum Beispiel 2014 etliche Jahreskarten gekauft und so dazu beigetragen, dass der Verein 40 Jahreskarten mehr als 2013 verkaufen konnten. Dietrich Ebering aus Bahrendorf habe mitgeholfen, den Beckenboden abzudichten. Der Förderverein habe nunmehr fast 200 Mitglieder.

"Wir haben auch 2014 als Förderverein gespürt, dass sich die Einwohner des Sülzetals das Langenweddinger Freibad nicht wieder nehmen lassen wollen und dafür auch etwas tun", zog Bütow eine positive Bilanz. Der Förderverein habe die große Hoffnung, dass mit der Konsolidierung des Haushaltes auch der Einfluss und Anteil der Gemeinde Sülzetal beim Betreiben des Freibades wieder viel größer werde.

 

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