Oschersleben l Eine Explosion hat am Montag ein Wohngebiet in der Oschersleber Innenstadt erschüttert. Wie Nachbarn gegenüber der Volksstimme berichten, hat es am frühen Nachmittag zunächst einen lauten, dumpfen Knall gegeben. "Der hat mich aus meinen Mittagsschlaf gerissen", sagte Beate Krümmling, die eine Wohnung im zweiten Stock der Pienstraße 12 bewohnt. Die Explosion in der Wohnung schräg unter ihr hätten auch Zeugen aus dem Nachbarhaus bemerkt, die sofort die Feuerwehr alarmierten.

Wenig später rückten 14 Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen an. "Wir haben mit Feuerlöschern einen überschaubaren Brand im Wohnzimmer der betroffenen Wohnung gelöscht. Hier standen mehrere Teile wie die Couch in Flammen", sagte der Einsatzleiter Matthias Hinz und ergänzte: "Das Wohnzimmer liegt zur Straße raus. Die Explosion ereignete sich jedoch im hinteren Teil der Wohnung, die in den Hof zeigt. Wie oder was zur Explosion führte, können wir daher nicht sagen. Das wirft Fragen auf."

Personen wurden nicht verletzt. Der Mieter war zum Zeitpunkt des Unglücks offenbar nicht zu Hause.

Auf dem Hof zeigt sich unterdessen das ganze Ausmaß des Unglücks. Zwei einst doppelt verglaste Fenster der betroffenen Wohnung im ersten Stock haben keine Scheiben mehr. Die Scherben liegen im Umkreis von rund zehn Metern auf der grünen Wiese verstreut. Nachbarn, die ihre Wohnungen vorsichtshalber verlassen mussten, schauen fassungslos nach oben. "Hoffentlich können wir bald in zurück in unsere vier Wände", sagen sie.

Unterdessen war der Einsatz der Feuerwehr nach etwa 45 Minuten beendet. Laut dem ehemaligen Ortswehrleiter Günther Matthias jr. ist durch den Einsatz der Feuerlöscher nur wenig Wasser zur Brandbekämpfung eingesetzt worden. Tatsächlich konnten die zuvor evakuierten Bewohner wenig später wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Kriminalpolizei hat unmittelbar nach dem Einsatz der Feuerwehr mit den Ermittlungen begonnen. In einer ersten Befragung hatte der betroffene Mieter keine Erklärungen dafür, wie es zu dem Brand und zur Explosion in seiner Wohnung kommen konnte.

Auch Thomas Harborth, Geschäftsführer der kommunalen Wohnungsgesellschaft Bewos, war vor Ort, um den Schaden zu begutachten. Zur Höhe konnte er noch keinen Angaben machen. Doch er versprach dem betroffenen Mieter, zunächst im Bewos-Gästehaus unterkommen zu können.

 

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