Während die Bottmersdorfer das 1125-jährige Bestehen ihres Ortes am Sonnabend groß feiern werden, haben in Seehausen bereits die Vorbereitungen auf die 1050-Jahr-Feier begonnen. Die steht hier zwar erst für 2016 im Veranstaltungskalender. Doch bis dahin sollen in der Gemeinde noch einige bauliche Verjüngungskuren angeschoben werden.

Seehausen l "Bis zum Sommer 2016 ist es zwar noch ein kleines Stückchen hin, aber mit den Vorbereitungen auf solch ein großes Stadt-Jubiläum kann man gar nicht früh genug beginnen", meint Seehausens Ortsbürgermeister, Eckhard Jockisch. In knapp zwei Jahren wird die 1800-Seelen-Gemeinde die historische Ersterwähnung Seehausens vor 1050Jahren feiern.

Gejubelt werden soll eine Woche lang, den krönenden Abschluss der Feierlichkeiten werde auch hier ein großer Festumzug quer durch die Ortschaft bilden, benennt Jockisch, der mit dem Programm an die Erfolge zur 1030- und 1040-Jahr-Feier anknüpfen möchte, die ersten Höhepunkte. Kreative Festideen und Pläne sollen bei einem ersten Treffen, zu dem der Ortschef im Oktober alle Vereine und Gewerbetreibenden einladen will, gesammelt werden. "Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben", kündigt Eckhard Jockisch (70) an, der in punkto Jubiläumsfeier auch auf finanzielle Unterstützung aus der Stadtkasse setzt und hofft.

Mit im Festkomitee-Boot sitzen bereits alle neun Ortschaftsräte. Sie haben auf ihrer jüngsten Sitzung aber nicht nur den Startschuss für die Vorbereitungen auf die 1050-Jahr-Feier gegeben. Schließlich sollen bis dahin noch einige Verjüngungskuren zur Verschönerung des Ortsbildes realisiert werden.

Ganz oben auf der Wunschliste der Räte steht nach wie vor der seit Jahren geforderte Abriss der inmitten des Ortes leerstehenden Kaufhalle. "Unser Ziel ist es, den Schandfleck bis zur 1050-Jahr-Feier verschwinden zu lassen", berichtet Jockisch. Um das Vorhaben voranzutreiben, hat der Ortschaftsrat nun die Verwaltung damit beauftragt, dringend das persönliche Gespräch mit dem Eigentümer zu suchen.

Mit Blick auf die 1050-Jahr-Feier soll der Pfanneturm - als Rest der einstigen Stadtbefestigung ein Wahrzeichen Seehausens - eine Verjüngungskur erhalten. Der Bauantrag für den nahe der B246a gelegenen Turm liegt derzeit zur Genehmigung bei der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises. Die Kostenschätzung für die Sanierung des Wahrzeichens beläuft sich auf zirka 50000 Euro. Jeweils ein Drittel der Investition würden der Bund, das Land und die Stadt übernehmen, heißt es aus dem Rathaus. Der Bauplan sieht vor, dass das Mauerwerk und die Mauerkrone des steinernen Zeitzeugens saniert werden sollen. "Der zweigeschossige Turm aus dem 15./16. Jahrhundert soll im Zuge der Arbeiten auch endlich wieder ein Dach, einschließlich einer Dachentwässerung, die zum Schutz vor weiterer Verwitterung dienen soll, erhalten", berichtet Erika Uebel vom Wanzleber Stadtbauamt. Wann es hierfür allerdings grünes Licht geben könnte, ist noch unklar.

   

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