Bei einem Kreisparteitag in Groß Santersleben hat die Börde-SPD einen neuen Vorstand gewählt. Die bisherige Vorsitzende Silke Schindler stellte sich für ihr Amt nicht mehr zur Wahl. Ihr Nachfolger ist Dr. Ringo Wagner.

Landkreis Börde l Der Kreisverband der Sozialdemokratischen Partei (SPD) hat am Sonnabend seinen turnusmäßigen Parteitag durchgeführt. Es war ein mit Spannung erwarteter Kreisparteitag, zu dem die SPD ihre 65 Delegierten des Landkreises Börde nach Groß Santersleben eingeladen hatte.

Zentrales Thema war die Wahl eines neuen Vorstandes, der Delegierten für den Landesparteitag der SPD und Vertreter weiterer Parteigremien. Dr. Ringo Wagner wurde zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Er tritt die Nachfolge von Silke Schindler an, die acht Jahre lang diese Funktion inne hatte.

Bei der Wahl zum Parteivorsitz war Dr. Ringo Wagner aus Barleben einziger Kandidat. 97 Prozent Ja-Stimmen verbuchte er für sich und ist somit nun für zwei Jahre gewählt. Bei der Wahl seiner zwei Stellvertreter setzten sich Wolfgang Zahn und Silke Schindler gegen Joachim Hoeft und Ina Köhn durch. Schatzmeister bleibt der Oschersleber Olaf Schönefuhs. Die fünf Beisitzer im Vorstand sind Katrin Gensecke, Ina Köhn, Angela Leuschner, Joachim Hoeft und erstmals der Wolmirstedter David Wolff. Die drei Vertreter für den Landesparteibeirat sind auch die bisherigen - Frank Hüttemann, Angela Leuschner und Alessandra Zahn.

Bereits im Vorfeld wurde das an der Basis gewachsene Interesse, sich mit einzubringen, deutlich. So standen in den Wahlgängen in diesem Jahr außergewöhnlich viele Kandidaten in den Startlöchern und meldeten Anwartschaft auf ein Mandat an. Große Überraschungen blieben am Sonnabend jedoch aus. Langjährige Parteistrategen setzten sich meist deutlich durch.

In ihrem Bericht an die Delegierten ließ die bisherige Vorsitzende Silke Schindler die Parteiarbeit der letzten Jahre Revue passieren. "Wir sind ein aktiver Kreisverband, das belegen die vielen Themenveranstaltungen, die wir durchgeführt haben. Bei den zurückliegenden Wahlen haben wir zum Teil sehr gute Ergebnisse eingefahren und sind am politischen Geschehen in den Gemeinden, Städten und im Landkreis aktiv beteiligt." Schmerzhaft seien einige Parteiaustritte gewesen, welche meist auf persönliche Unstimmigkeiten zwischen den eigenen Mitgliedern beruhten, erklärte Silke Schindler. Dem gegenüber stehen 29 Parteieintritte. "Das zeigt, dass an der Basis wieder Bewegung ist und Menschen sich politisch einbringen möchten", so Schindler.

Auch Satzungsfragen und Anträge wurden beraten und diskutiert. So beschlossen die Delegierten eine Verkleinerung des Kreisvorstandes von acht auf fünf Beisitzer. Neu ist auch, dass nicht mehr nur Delegiertenversammlungen über die Kandidaten für zum Beispiel Landes- oder Bundestag einzuberufen sind, sondern auch die Möglichkeit besteht, Wahlkreismitgliederversammlungen durchzuführen.

Dr. Ringo Wagner freut sich auf die Herausforderungen im Landkreis Börde, die ihm und seinen Mitstreitern bevorstehen. "Wir werden eine schlagkräftige Mannschaft für die neuen Aufgaben an den Start bringen. Ich erwarte einen lebhaften Verband. Alle sollen und können sich einbringen. Wir werden über den Kreistag weiter versuchen, die im Wahlkampf zugesicherten Dinge erfolgreich anzugehen. Da wird es auch sicher die eine oder andere Auseinandersetzung mit anderen Parteien geben. Wir wollen streiten, für die Menschen hier und ihre Interessen. Die letzten Jahre waren erfolgreich, wir sind gut wahrgenommen worden. Diesen Weg wollen wir fortsetzen", so der neue Kreisparteivorsitzende.