Bei einem Tag der offenen Tür zeigten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben am Sonnabend ihre Leistungsfähigkeit. Viele Einwohner waren in die Mitte des Dorfes gekommen, um ihre Feuerwehr zum Anfassen zu erleben.

Hohendodeleben l Unter der Überschrift "Brandschutz zum Anfassen" hatte die Freiwillige Feuerwehr Hohendodeleben unter der Leitung ihres Chefs Jörg Drebenstedt zu einem Tag der offenen Tür in und um das Gerätehaus eingeladen. Er und sein Sohn, der stellvertretende Wanzleber Stadtwehrleiter Sven Drebenstedt, führten die Gäste durch das Feuerwehrdepot und zeigten ihnen historische und moderne Löschtechnik. Die Frau des Wehrleiters, Andrea Drebenstedt, machte das Informationsangebot mit einem Stand des Fördervereins zur Brandschutzerziehung Börde komplett.

Der Tag der offenen Tür bot den Besuchern viele Möglichkeiten der Unterhaltung und der Information rund um den Brandschutz. Die kleinsten Hohendodeleber, die bereits in den Kinderfeuerwehr aktiv sind, zeigten bei einer Übung einen Löschangriff sowie das Bergen und Versorgen von verletzten Menschen. Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte "Sonnenschein" sowie der Grundschule "Friedrich von Matthisson" führten ein Programm vor.

Wenig später traten die großen Kameraden in Aktion. Sie demonstrierten in voller Einsatzausrüstung dem Publikum, wie nach einem Verkehrsunfall der Fahrer aus einem verunglückten Auto gerettet wird. Wehrleiter Jörg Drebenstedt wirkte dabei als Moderator und erklärte dem Publikum jeden Handgriff der Kameraden bei der Rettung des Verunglückten. Er lenkte dabei das Interesse der Besucher besonders auf die sogenannten Rettungskarten, die jeder Autofahrer in seinem Wagen mitführen sollte. Auf diesen Karten ist vermerkt, wo sich bei dem jeweiligen Autotyp Airbags und andere, sensible Bauteile befinden. "Die Kenntnis darüber erleichtert den Feuerwehrleuten die Bergung", verdeutlichte Drebenstedt. Wer von den Gästen wollte, konnte sich gleich eine Rettungskarte für seinen Autotyp ausdrucken lassen.

Dass es in Hohendodeleben gut um den Nachwuchs für die Retter bestellt ist, bewiesen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Sie bauten mit einfachen Mitteln aus drei Schläuchen eine Ölsperre auf, die sie auf dem Dorfteich verlegten.

Wie Wehrleiter Jörg Drebenstedt berichtete, versehen in der Hohendodeleber Feuerwehr 22 aktive Kameraden ihren Dienst. Sie haben in diesem Jahr bislang neun Einsätze absolviert. Darunter zwei folgenschwere Verkehrsunfälle auf der Autobahn 14. "Zusammen mit der Wanzleber Feuerwehr bilden wir einen Zug der technischen Hilfeleistung", verdeutlichte Drebenstedt. Zudem sind die Hohendodeleber in den Katastrophenschutz des Landkreises Börde eingebunden und nahmen unlängst an der Großübung "Reiterstein 2014" in der Einheitsgemeinde Sülzetal teil. Beim Elbehochwasser 2013 standen die Kameraden im Einsatzgebiet bei Wolmirstedt ihren Mann.

 

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