Die 560-Seelen-Gemeinde Klein Rodensleben hat am Sonnabend ihr zünftiges Kartoffelfest gefeiert. Und das bereits zum zehnten Mal. Traditionell wurde beim XXL-Erntewettbewerb auch der Kürbis-König gekrönt. Das größte Garten-Geschoss hatte mit 69,6 Kilogramm Anke Schmidt mit ihrem Schatz Hauke Volkhammer auf die Waage gehievt.

KleinRodensleben l Es ist der Höhepunkt des Klein Rodensleber Kartoffelfestes, zu dem bereits das zehnte Jahr in Folge der Verein "Freizeit 2000" am Sonnabend eingeladen hatte - das XXL-Erntewiegen.

Den "Kürbis-König"-Titel räumten mit einem 69,6 Kilogramm schweren Super-Garten-Geschoss in diesem Jahr Anke Schmidt und Hauke Volkhammer aus Klein Rodensleben ab. "Eigentlich hatte ich lediglich fünf Kerne gepflanzt, um von der Ernte Suppe zu kochen oder die Frucht mal als eingelegte Spezialität zu probieren", erklärte die Siegerin freudestrahlend. Doch dass das nun preisgekrönte Wahnsinns-Exemplar bei diesen Ausmaßen noch zart und fein im Geschmack sein soll, bezweifelte sie stark. Die Suppenküche bleibt deshalb wohl kalt. "Entweder wird die Frucht aufgeschnitten und verfüttert oder zu Halloween dekorativ zur Kürbis-Fratzenlampe geschnitzt", meinte Anke Schmidt. Trotz seiner imposanten Größe stellte ihr Spitzenkürbis keinen neuen Rekord auf. Diesen hält seit 2012 mit einem 91,2 Kilogramm Exemplar Falko Schmidt aus Groß Rodensleben. Auf Platz zwei schaffte es der Kürbis von Kerstin Hübner mit einem Gewicht von 63 Kilo.

Auf Platz drei landete der 60,1 Kilogramm schwere Riesen-Kürbis von Eike Volkhammer. Insgesamt waren sechs Monster-Kürbisse auf die für 250 Kilogramm ausgelegte historische Waage gehievt worden.

Beim zweiten Wettbewerb in der Gemüse-Kategorie "Wer hat die schwerste Zucchini?" hatte Günther Mendt die Nase vorn. Die Siegerprämie nahm für das 6,2 Kilogramm schwere "Gold"-Gemüse stellvertretend für den verhinderten Domersleber sein Urenkel Hardy (1) entgegen. 1200 Gramm weniger und damit fünf Kilogramm hatte das zweitplatzierte Gartengemüse von Gymnasiastin Lea König auf die Waage gebracht. Das giftgrüne Geschoss ihrer Oma Ursula König kam mit 4,9 Kilogramm auf Platz drei. Die dickste Kartoffel mit einem Gewicht von 800 Gramm schleppte der fünfjährige Rocco Harms aus Klein Rodensleben in seinem Erntekörbchen zum Kartoffel-Jubiläumsfest. Platz zwei teilen sich in jener Knollen-Kategorie mit ihren jeweils 700 Gramm schweren Erdäpfeln Elias Hermann und Nele Hochbaum (11).

Die massivste Mohrrübe schickte mit einem stolzen Gewicht von 1,1 Kilogramm Pauline Klose aus Groß Rodensleben ins Rennen.

Für den großen traditionellen Kartoffelschmaus hatten vorab Mitglieder des einladenden Vereins "Freizeit 2000" rund 60 Kilo Bördeknollen geschält oder gepellt. "Rund 80 Gäste hatten sich zum Mittag Bauernfrühstück, Kartoffelsalat oder Kartoffelpuffer im Festzelt schmecken lassen", erzählt Ursula König vom Verein, der 58 Mitglieder zählt. Zur Kaffeezeit gingen dann 15 frischgebackene Kuchen buchstäblich weg wie warme Semmeln.

Die Fest-Organisatoren zeigten sich mit der guten Besucherresonanz mehr als zufrieden. Das nächste Vereinshighlight steht indes auch schon fest. "Als nächstes planen wir wieder den Klein Rodensleber Weihnachtsmarkt. Dieser findet wie immer am Sonnabend vor dem ersten Advent statt", kündigt Ursula König an. Das erste große Treffen unterm Tannenbaum hatte es in der Bördegemeinde 1999 gegeben. "Somit laden wir in diesem Jahr zum 15. Mal ein."

   

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