Von Mathias Müller

Sülzetal l Die Vereine im Sülzetal sollen künftig an den Betriebskosten der von ihnen genutzten Objekte beteiligt werden. Darüber informierte Marco Falkenberg (CDU), Vorsitzender des Sozialausschusses des Gemeinderates des Sülzetals, bei der Sitzung des Sozialausschusses in Langenweddingen. Hintergrund ist, dass die Gemeinde sparen muss, um einen ausgeglichenen Haushalt für 2014 und die Folgejahre aufstellen zu können.

Der Haushalt wird voraussichtlich ein Volumen von mehr als 15 Millionen Euro haben, wobei mit Stand von Ende August noch ein Defizit von 870 000 Euro zu schließen war. Zudem schiebt die Gemeinde aus den Vorjahren ein Minus von etwa 5,6 Millionen Euro vor sich her.

Die Beteiligung aller Vereine des Sülzetal an den Betriebskosten ihrer Heime oder Spielstätten sieht bislang zwei Modelle vor. Wie Falkenberg erläuterte, sehe das eine Modell vor, dass je Vereinsmitglied pauschal ein Euro pro Monat zu zahlen sei. Der zweite Vorschlag sage aus, die Vereine würden mit 10 bis 20 Prozent an den Betriebskosten beteiligt werden.

"Wir müssen die Vereine dazu bewegen, dass sie ihre Ausgaben für Strom und Wasser in den Griff bekommen", sagte Gemeinderatsmitglied Wolfgang Kettner (Kultur- und Heimatverein/Osterweddinger Sportverein). Die Ein-Euro-Pauschale halte er für den falschen Weg. Die zweite Variante habe einen größeren erzieherischen Wert.

Wie Bürgermeister Jörg Methner (SPD) sagte, würden genaue Zahlen über die Kosten der Vereinsobjekte im nächsten Jahr vorliegen. Dann werde eine Entscheidung getroffen.