Von Marlies Müller

Hamersleben l Groß war die Wiedersehensfreude, als sich die ehemaligen Klassenkameraden des Schulabschlussjahrganges 1984 am vergangenen Wochenende in der Hamersleber Grundschule trafen. Schüler aus Neuwegersleben und Hamersleben hatten hier die ersten vier Schuljahre verbracht und sind dann in die einstige Hamersleber Sekundarschule gewechselt.

Doch nicht nur ehemalige Schüler aus diesen beiden Orten kamen zum Klassentreffen, sondern auch die ehemaligen Wulferstedter waren dabei. "Wir sind allerdings erst ab der 9. Klasse dazugekommen, denn die ersten acht Jahre konnten wir im Heimatdorf Wulferstedt lernen", klärte Heiko Schmidt auf, der zusammen mit Claudia Pilz aus Neuwegersleben und Marion Riethausen aus Hamersleben das Klassentreffen organisiert hatte.

Wie das Trio weiter berichtete, hätte es keine großen Mühen beim Auffinden der ehemaligen Klassenkameraden gegeben, schließlich handelte es sich bereits um das vierte Klassentreffen. "Die meisten von uns sind in der näheren Umgebung geblieben", erzählte Claudia Pilz und die Anschriften seien zum größten Teil bekannt gewesen. Den weitesten Anfahrtsweg hatte eine ehemalige Mitschülerin aus Düsseldorf.

Bevor es zum geselligen Teil überging, stand die Besichtigung der Grundschule auf dem Programm. Aber nicht nur die ehemaligen Klassenräume, sondern auch der Speiseraum im Erdgeschoss und das Schulhofgelände wurden besichtigt und hier wurden viele Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit ausgetauscht.

Neben einstigen Pionier- und FDJ-Nachmittagen, zahlreichen Einsätzen auf dem Kartoffel- und Rübenacker, das Sammeln von Altpapier und Gläsern fiel der Wulferstedterin Uta Isensee der Aufenthalt im Lager für Arbeit und Erholung in Arendsee in der Altmark ein. "Wir haben dort in der Küche gearbeitet", erinnerte sie sich.

Auf eine abenteuerliche Fahrt mit der Selketalbahn nach Meisdorf wiesen Marion Riethausen und andere Hamersleber Schüler hin, denn hierbei kamen die Klassenkameraden mit einem großen Schrecken davon. "Die Bahn hielt nur ganz kurz in Meisdorf an. Nur die Lehrer und ein Teil der Schüler schafften den Ausstieg", berichtete sie weiter und erinnerte sich zugleich an die recht waghalsige Aussteige- aktion der anderen Schüler.

Der Einladung zum Klassentreffen war auch die ehemalige Lehrerin Ute Reck gefolgt. In geselliger Atmosphäre verbrachte die Gruppe noch einige gemütliche Stunden in einer Gaststätte, wo das Jubiläumsklassentreffen ausklang.