Der Heimatverein Altenweddingen hatte interessierte Einwohner zu einer Sternenwanderung eingeladen. Bernd Jende erklärte den Teilnehmern die über dem Sülzetal zu sehenden Sternenbilder.

Altenweddingen (mmt) l "So ein Herbstabend gehört im Oktober zu den Seltenheiten. Diese meteorologische Besonderheit sollte nicht ungenutzt verstreichen", sagte der Altenweddinger Bernd Jende, der die Sternenwanderung fachlich begleitet und führte. Astronomisch interessierte Bewohner aus Altenweddingen und Umgebung waren der Einladung des Heimatvereins zur Sternenwanderung gefolgt. Zu den Erwachsenen gesellten sich ebenfalls einige Kinder und Jugendliche.

"Nach einem kleinen Abendspaziergang durch die nächtliche Dunkelheit, um den Lichtquellen des Dorfes zu entfliehen, war es soweit, der Sternenhimmel war über unseren Köpfen präsent", beschrieb Jende den Beginn der Wanderung. Anfangs war jedoch noch etwas Geduld erforderlich, da einige Wolken die Sicht behinderten. Diese Wolken wurden aber bald weniger und schon fiel der Blick der Sternenschauer auf den Großen Wagen. "Er ist bei uns eines der bekanntesten Sternenbilder, ist cirkumpolar (nicht untergehend) und durchläuft gegenwärtig den tiefsten Punkt seiner Bahn im Norden. Außerdem ist der Wagen ein Teil des gesamten Großen Bären", erklärte Bernd Jende seinem Publikum. Auch klärte er die Frage, wo sich das Sternenbild der Pegasus befindet. Sehr hoch mussten die Teilnehmer blicken, um das Sommerdreieck Schwan-Adler-Leier und daraus wieder den Schwan als Kreuz des Nordens zu erkennen. "Diese Gegebenheit brachte dem einen oder anderen Teilnehmer kurzzeitig sogar leichte Genickstarre ein", sagte Jende.

Neben weiteren Objekten wie Bootes, Nördliche Krone und Kleiner Wagen fiel der Blick der Sternenwanderer im Himmel über Altenweddingen auch auf den Fuhrmann mit der hellen Kapella als Hauptstern sowie den Plejaden als Teil des Stiers im Nordosten. "Das sind Wintersternenbilder und bei den Erläuterungen dazu kam teilweise ein kühles Gefühl auf, welches jedoch schnell wieder verflog", nannte Jende eine Besonderheit des Himmels in dieser Jahreszeit.

Wie Bernd Jende im Namen des Heimatvereins Altenweddingen versicherte, werde es die nächste Sternenwanderung rund um Altenweddingen im Frühjahr 2015 geben. Schon jetzt lädt er dazu alle interessierten Sülzetaler ein.