Ende 2016 soll der Neubau der Kreisverwaltung in Haldensleben bezugsfertig sein. Das Ziel ist anspruchsvoll. Inzwischen haben die Arbeiten für den Mitarbeiter-Parkplatz begonnen. Erste Pläne wurden in einem Anwohnergespräch erläutert.

Haldensleben l 289 Parkplätze für Mitarbeiter der Kreisverwaltung sieht der Plan für das neue Kreishaus an der Bornschen Straße vor. Planer Volker Ohlwein erläutert interessierten Anwohnern, die der Einladung der Kreisverwaltung zu einem Gesprüch gefolgt waren, den Plan. An diesem Parkplatz wird bereits gearbeitet. Zunächst wird der Mutterboden abgetragen, bis tragfähiger Boden kommt. Darauf werden Tragschichten aufgebracht. Etwa 1,20 Meter wird der Aufbau nachher dick sein, erklärt der Planer. Das Höhenniveau steigt um 70 Zentimeter gegenüber dem alten, erklärt er, weil Fragen nach möglichen Problemen bei Hochwasser gestellt werden. Der Parkplatz soll jetzt soweit fertiggestellt werden, dass er auch für die Lagerung von Baumaterial genutzt werden kann, wenn mit dem Neubau begonnen wird. Gepflastert wird erst, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Der Parkplatz entsteht auf der einen Seite des Fahrradwegs, der auf dem ehemaligen Bahndamm entlangführt, der Neubau auf der anderen. Im Zuge der Parkplatzarbeiten muss ein Graben, der über das Gelände führt, an den Rand verlegt werden, informiert Volker Ohlwein. Und eine Abwasserleitung muss gedükert werden.

400 Mitarbeiter sollen im neuen Haus arbeiten

400 Mitarbeiter sollen im neuen Haus der Kreisverwaltung einmal arbeiten. "Wir rechnen damit, dass 70 bis 80 Prozent der Mitarbeiter mit dem Auto kommen, einige bilden Fahrgemeinschaften", stellt Isolde Prost, die zuständige Fachbereichsleiterin der Kreisverwaltung, in dem Anwohnergespräch die Grundlage für die Parkplatz-Planungen vor. Diese enorme Anzahl von Autos muss dann auch morgens auf das Gelände kommen und nach Feierabend das Gelände wieder verlassen.

Das werde nicht ganz einfach. Damit nicht alle Autos direkt hinter dem Stendaler Turm auf die Bornsche Straße fahren müssen, soll auch die Umfahrung des benachbarten Edeka-Marktes weiter genutzt werden, erläutert sie. Dann könne ein Teil der Mitarbeiter diese Ausfahrt benutzen. Es würden ja ohnehin nicht alle in die gleiche Richtung fahren.

Wo denn Besucher parken könnten, wollten Anwohner wissen. Dafür werden im Bereich der Einfahrt von der Bornschen Straße am Neubau Parkplätze geschaffen, erläuterte Isolde Prost. Sie stellte auch die Bauleiterin Bärbel Fenner vom Fachbereich Gebäudemanagement der Kreisverwaltung vor.

Im Frühjahr soll mit dem Neubau begonnen werden. Er ist dreigeschossig geplant, erzählte die Fachbereichsleiterin, und wird in ausreichendem Abstand vom sich anschließenden Marktgebäude entstehen. Zwischen Kreishaus und Markt wird eine breite Umfahrt bleiben. Hinter dem Haus soll es auch noch Abstellflächen geben.

Der Radweg wird während der Bauarbeiten gesperrt

Das Areal, auf dem das Kreishaus gebaut werden soll, werde komplett neu gestaltet, versicherte Isolde Prost. Es werde auch Grünflächen geben. Der Radweg wird bleiben, er wird aber jetzt während der Bauarbeiten gesperrt.

Anwohner Gunnar Mühlisch befürchtet, dass nach dem Bauen künftig bei einem eventuellen Hochwasser Versickerungsflächen fehlen werden. Das sei alles mehrfach von den zuständigen Ämtern geprüft, hielt ihm Isolde Prost entgegen. Hier könne es keine Probleme geben. Auf die Frage von Stadtrat Eberhard Resch (CDU) nach dem eventuellen Versiegen von Arteserbunnen antwortete sie, dass keine Pfahlgründung vorgenommen wird und auch kein Kellergeschoss gebaut wird, sondern eine besonders dicke Bodenplatte entstehen wird. Da gebe es keine Gefahr.

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