Oschersleben (yhe) l Seit rund 20 Jahren nisten alljährlich auf dem Gelände der ehemaligen ELTMA in der Hornhäuser Straße Störche.

Inzwischen ist der Schornstein, auf dem sich das rund 200 Kilogramm schwere Nest befindet, in die Jahre gekommen und zeigt deutliche Verschleißspuren. "Auch das Nest selber fing an, sich langsam zu neigen. Grund für die heutigen Besitzer des Geländes, etwas für die Rettung des Nestes und damit für den Naturschutz zu tun. Es entstand die Idee, das Nest auf einen daneben befindlichen Schornstein umzusiedeln", berichtet Andreas Ehrhardt von der Oschersleber Freiwilligen Feuerwehr. Bei diesem Schornstein handelt es sich um jenen Unglücksschornstein, in welchen im Frühjahr bei Rangkämpfen zwei Störche hineingefallen waren, aber zum Glück unverletzt gerettet werden konnten. Bei dieser Rettungsaktion waren die Kameraden der Feuerwehr Oschersleben schon einmal aktiv geworden. Nun gab es wieder die Anfrage: "Könnt ihr uns helfen, das Nest umzusetzen?" In Absprache mit der Stadtverwaltung erfolgte die Zusage für diese wichtige Naturschutzaktion. So wurde für den vergangenen Sonnabend ein großer Kran bestellt und die Drehleiter der Feuerwehr Oschersleben geordert. "Zuerst musste das alte Gestell samt Halterung mittels Winkelschleifer gelöst werden. Nun konnte das Nest mittels Kran auf den Boden befördert werden. Unten wurde es gesäubert und der Unterbau bearbeitet. Dann ging es ein zweites Mal in die Luft und wieder waren es die Kameraden der Feuerwehr, die das Nest auf dem neuen Standort befestigten. Hoffentlich finden die Störche für die nächsten Jahren hier einen sicheren Platz. Auch hoffen wir, dass die Rangkämpfe aus den vergangenen Jahren nachlassen", meint Andreas Ehrhardt. Die Betreiber bedanken sich bei der Feuerwehr Oschersleben und der Stadtverwaltung.