Das Aufbegehren des Anwohners hat gefruchtet. Der Graben, der das abgelegene Völpker Wohngebiet Am Bahnhof entwässern soll, ist im Auftrag der Gemeinde wieder zweckmäßig hergerichtet worden. Beschwerdeführer Ingo Fibich ist dennoch nicht vollkommen zufrieden mit der Situation.

Völpke l Im Juli hatte Anwohner Ingo Fibich via Volksstimme sein Ansinnen verdeutlicht. Er weigerte sich, die Umlage für die Unterhaltung des Grabens in der Nähe seines Grundstücks zu zahlen, weil diese Leistung nicht erbracht werde. "Der Graben ist völlig überwuchert, teilweise zugeschoben, und die Durchlaufrohre sind verstopft. Damit kann nichts entwässert werden", hatte Fibich angemahnt, was von der Gemeinde und der Verwaltung letztlich auch so bestätigt wurde.

Man einigte sich darauf, dass Fibichs Anliegergebühr gestundet wird, bis der Graben wieder funktionstüchtig ist. Dies sei mittlerweile geschehen, teilte Völpkes Bürgermeister Wolfgang Smolin auf Anfrage mit: "Wir haben uns das mit der Verwaltung angesehen und für in Ordnung befunden. Die von uns beauftragte Firma hat alles erledigt." Demzufolge sei nun auch die ausstehende Forderung Fibich gegenüber geltend gemacht worden.

Der Anwohner sieht noch weiteren Handlungsbedarf. Zwar sei der Graben sichtlich instandgesetzt worden, "aber nur ein Teilstück", beklagt Fibich. "Angeblich ist es fertig, doch das ist nur eine halbe Sache, weil der Weg hin zur Brücke Richtung Abzweig Chamotte weiterhin verstopft ist." Das Problem: Für diesen Abschnitt ist nicht mehr die Gemeinde zuständig. "Das gehört der Bahn, und somit ist sie auch für die Pflege dort verantwortlich", erklärt Wolfgang Smolin. Die Gemeinde habe ihre Pflicht erfüllt, ob und wann die Bahn nachzieht, liege nicht in seiner Entscheidungsgewalt. "Und der Schwerpunkt an der Grundstückszufahrt sollte mit der Maßnahme nun entschärft worden sein, sodass sich dort keine Schlamm- und Wassermassen mehr sammeln."

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