Anlässlich des eigenen Jubiläums rückt sich das Börde-Museum Burg Ummendorf einmal selbst in den Mittelpunkt seines Kulturgeschehens. Mit einem kleinen Festempfang und einer Sonderausstellung feiert die kreisliche Einrichtung am 17. November ihr 90-jähriges Bestehen.

Ummendorf l Seinen Ursprung verdankt das Börde-Museum dem "Heimatverein im alten Holzkreis". Dieser bekam von der Gemeinde Ummendorf anno 1924 Räume im Nordflügel der Burg zugeteilt, um dort auf eigenen Wunsch ein Museum einzurichten. Über 90 Jahre hinweg hat sich diese Idee immer weiter gemausert, ist zu einer festen Institution gereift, die von einzigartigen Ausstellungsstücken über detaillierte Geschichtsforschung mit zahlreichen Publikationen dazu bis hin zu den weithin bekannten und geschätzen Großveranstaltungen rund um die Burg exemplarisch Heimatkunde und Kulturerlebnisse steht.

In diesen Tagen nun blickt das Börde-Museum auf die neun Dekaden seines Bestehens zurück. Im Rahmen einer für Interessenten zugänglichen Feierstunde soll am 17. November ab 17 Uhr an die wichtigsten Meilensteine der Entwicklung erinnert werden, teilt der Landkreis Börde als Träger der Einrichtung mit. Zugleich wird die Sonderausstellung "Spuren des Museums - Werden, Wachsen und Wirken aus neunzig Jahren" eröffnet.

"Der Tag soll aber auch einen Ausblick auf die `Weiterentwicklung und Neustrukturierung des Börde-Museums Burg Ummendorf` geben", so Landrat Hans Walker, "denn genau unter dieser Devise hatten sich der Landkreis Börde und das Land Sachsen-Anhalt erst kürzlich zum langfristigen Bestand der Einrichtung erklärt, ein Projekt, das insgesamt rund 600000 Euro Investitionsosten umfasst."

Auch Dr. Nadine Panteleon, die im April dem langjährigen Leiter Dr. Thomas Ruppel nachfolgte, blickt der Geburtstagsfeier freudig entgegen: "Seit seiner Gründung ist das Museum gewachsen, hat sich verändert und dabei zahlreiche Freunde und Förderer gewonnen. 90 Jahre sind daher nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Anlass um Danke für die gute Zusammenarbeit zu sagen."

Zentrales Wesen des Museums ist die Dauerausstellung, die insbesondere ein Spiegel der technischen Entwicklung in der Landwirtschaft der Magdeburger Börde ist, unter anderem mit dem eindrucksvollen Dampfpflug auf dem Außengelände, dem einzig noch komplett erhaltenen Satz in ganz Sachsen-Anhalt. Schulklassen, Reisegruppen und Touristen erhalten Museumsführungen, können dabei in die bäuerliche Welt vor hundert Jahren und älter eintauchen. Die Außenanlage wird vom botanischen Schaugarten dominiert, in dem rund 400 Kräuterarten und Nutzpflanzen sortiert sind. Geöffnet ist das Museum dienstags bis sonntags von 12 bis 17 Uhr.