Schon vor längerer Zeit wurde das Projekt "Agraneum" auf dem Gelände der Landesanstalt Iden in Angriff genommen. Eine große Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte ist im Entstehen. Den zwischenstand präsentierten die Akteure am Donnerstag.

Iden l Im ehemaligen Stammkuhstall der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) in Iden entsteht eine großflächige Ausstellung, deren Baumaßnahmen bald dem Ende zugehen. Zahlreiche Helfer aus Kreisen der Oldtimerfreunde haben unter der Regie des Vereins zum Erhalt und zur Pflege Altmärkischen Brauchtums (VAB) keine Mühen gescheut, um den Kuhstall für die Ausstellung vorzubereiten.

Zum Donnerstag hatten die Vereinsmitglieder und die Oldtimerfreunde zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen, um das Projekt und den Stand der Bauarbeiten vorzustellen. Unter anderem Mitarbeiter der LLFG hatten so die Möglichkeit, sich einen Eindruck zu verschaffen, was auf ihrem Gelände entsteht. Mithilfe eines Beamers wurden Fotos und Videomitschnitte von der Bauphase auf eine große Leinwand projiziert. Anhand dieser Aufnahmen wurde deutlich, was die ehrenamtlichen Helfer in der Um- und Ausbauphase geleistet haben.

"Beispielhaft, was hier vollbracht wurde"

Wolfgang Kaacker

Wolfgang Haacker, VAB-Vorsitzender, bedankte sich bei allen Beteiligten und zählte einige namentlich auf, die sich besonders hervorgetan hatten. "Was hier vollbracht wurde, ist beispielhaft." Der Dank Haackers richtete sich zudem an die LLFG für die Unterstützung und wohlwollende Begleitung des Vorhabens sowie an die Liegenschaftsbehörde BLSA.

Michael Dihlmann, Biolandwirt aus Busch, Vize-Präsident des VAB und Mitglied des Oldtimerstammtisches, erläuterte Details der Umbauarbeiten. Eine der Herausforderungen sei es gewesen, den Fußboden für die Ausstellung herzurichten. Unter anderem seien die Güllekanäle zu verfüllen und die Vorrichtungen zur Fütterung zu beräumen gewesen. "Die größte und aufwendigste Maßnahme war jedoch die Schaffung des Durchbruchs, damit wir mit der Technik überhaupt hineinkommen in das Gebäude." Und er ergänzte: "Es wurde schon viel geleistet, aber es wartet noch viel Arbeit. Wir freuen uns über jegliche Unterstützung; natürlich auch finanzieller Art." Eine der großen künftigen Aufgaben werde die Ausbesserung und farbliche Neugestaltung der Stalldecke sein, die schon allein wegen des gemauerten Gewölbes ein Hingucker für sich ist. Erste Landwirtschaftstechnik steht bereits in der Halle. In der nächsten Woche wird weitere herangeschafft. "Wir bitten beim Bürgermeister um Verständnis, dass es größere Transporte durch Iden geben wird." Gerd Heckenberger, Leiter der LLFG Iden, fand ebenfalls lobende Worte für die Leistung der Akteuere. Er ging auf die Geschichte des großen Stallgebäudes ein, das um 1900 errichtet wurde. Der Institutsleiter betonte, dass er das Projekt als eine großere Bereicherung für die Landesanstalt sieht.

"Hätten Vorhaben allein nicht stemmen können"

Gerd Heckenberger

"Wenn alles fertig und eingeräumt ist, kann man hier nachvollziehen, welche Entwicklung die Landwirtschaft in den zurückliegenden mehr als 100 Jahren genommen hat. Ich bin froh über die Symbiose, die hier entsteht. Wir als Landesanstalt hätten das Vorhaben allein nicht stemmen können."

Heckenberger wies abschließend darauf hin, dass auch der Bereich Tierhaltung im Agraneum ihren Platz finden soll. Allerdings verfügten die LLFG und die beteiligten Akteure nur über wenig historische Maschinen und Geräte dieer Art. Darum würden noch Eigentümer gesucht, die etwas beisteuern können.

Haacker, Dihlmann und Heckenberger ließen keinen Zweifel daran, dass es gelingen wird, die Ausstellungshalle zum 3. Altmärkischen Dampfpflugfest im September 2015 einzuweihen.