Hötensleben l Was tun im Ernstfall? Wenn eine Situation eintritt, in der das "Haus Wirbelwind" evakuiert werden muss? Auch das will gelernt oder zumindest geübt sein, so der Gedanke in der Hötensleber Kindertagesstätte, weshalb die Leitung jüngst eine Notfallsimulation in Kooperation mit der örtlichen Feuerwehr exerziert hat. Erklären kann man viel, ausprobieren aber wirkt besser nach, war die Leitidee für diese Übung. "Vor allem sollte den Kindern veranschaulicht werden, wie wir uns verhalten sollten, falls es wirklich einmal brennt", sagt Kitaleiterin Verona Hermann. "Und auch für den Anblick eines Feuerwehrmanns in Schutzausrüstung mit Atemmaske und allem drum und dran sollten die Kinder sensibilisiert werden", ergänzt Feuerwehrsprecher Marcel Nienstedt.

Also wurde vormittags der Hausalarm ausgelöst und die zügige, aber geordnete Räumung des Kindergartens ins die Wege geleitet. Erzieherinnen und Einsatzkräfte begleiteten den Notausgang über die Rettungstreppe, anschließend kontrollierte eine Feuerwehrtrupp Raum für Raum. "Das Ergebnis der Evakuierung ist zufriedenstellend. Alle Beteiligten verhielten sich sehr diszipliniert", lautete das Fazit der Verantwortlichen. Zur Belohnung durften die Kinder das große Feuerwehrauto erkunden, was sie mit viel Begeisterung und Neugier in Angriff nahmen. Die Erwachsenen stellten derweil Überlegungen zur Verbesserung des Notfallprotokolls an. So wurde angeregt, die Sammelstelle vom Spielplatz auf den Parkplatz zu verlegen sowie das Rathaus zur Unterbringung zu nutzen.