Das Kirchspiel im Sülzetal hat in Bahrendorf und Beyendorf den St.Martinstag mit Andacht, Umzug und Martinsfeuer gefeiert. Viele Kinder sind zum Gedenken an den heiligen Martin mit Laternen durch beide Dörfer gezogen.

Sülzetal l Wieder trafen sich zahlreiche Kinder und Erwachsene zu den beiden Martinsfeiern des Kirchspiels im Sülzetal. In Bahrendorf begrüßten der katholische Pfarrer Ulrich Kania (Wanzleben) und der evangelische Pfarrer Wolfgang Löbe (Altenweddingen) 120 große und kleine Besucher mit ihren Laternen in der katholischen Kirche St. Marien. Seit vielen Jahren wird hier dieser Tag ökumenisch, das heißt, von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam, gestaltet.

Kinder des Ortes spielten die bekannte Geschichte vom Heiligen Martin vor, der mit einem armen Bettler seinen Mantel teilte. Nach der Feier erwartete tatsächlich ein Martinsreiter hoch zu Ross die aufgeregte Schar zum traditionellen Laternenumzug. Viermal hielt der Zug vor verschiedenen Häusern, um Kranken, Trauernden oder Einsamen mit seinen Martinsliedern eine Freude zu bereiten. Genau zum Abendgeläut beider Kirchen erreichten alle den evangelischen Pfarrhof, wo selbstgebackene Martinshörnchen, warme Getränke und heiße Würstchen die Wanderer stärkten. Mit romantischen Liedern, die von den fünf "Las Gitarreras" unter der Leitung von Katja Scholz begleitet wurden, klang der Abend am Martinsfeuer aus. Wolfgang Löbe dankte "Monika Gucinski, Angelika Vogt und all den anderen Helfern, ohne die diese gelungene Feier nicht möglich gewesen wäre."

"Wir freuen uns, dass so viele Menschen am Martinstag teilgenommen haben."

Viola Ludwig, Mitorganisatorin der St. Martinsfeier

In der evangelischen Kirche Sankt Petri Beyendorf führten prächtig kostümierte Kinder ebenfalls die Geschichte des Heiligen Martin auf. Initiatorin war Viola Ludwig, die sich für die evangelische Kirche engagiert. "Die Botschaft unseres Rollenspiels ist klar: es geht ums Teilen. Schön, dass es uns gelungen ist, beim Rollenspiel auch die vielen Besucher und Kirchgänger mit einzubeziehen."

Martinsreiterin war Christina Schmidt - als römischer Soldat verkleidet, der mit einem roten Mantel den heiligen Martin darstellt. Sie hatte auf ihrem Pferd "Monty" den weiten Hin- und Rückweg von Bahrendorf nach Beyendorf auf sich genommen. Artig reihten sich große und kleine Besucher des Umzuges hinter ihr auf und zogen durch die Straßen bis hin zum Feuerwehrgerätehaus. Dort ließen sie den Abend bei Würstchen, Glühwein, Kaffee und Tee ausklingen.

Für glänzende Kinderaugen sorgte Christina Schmidt dann noch ein zweites Mal. Sie lud die Kleinen nämlich zu einem Ritt auf "Monty" ein.

"Wir freuen uns, dass es gelungen ist, so viele Menschen zur Teilnahme am Martinstag zu motivieren. Kirche, Freiwillige Feuerwehr und viele Helfer haben an einem Strang gezogen. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf des Tages", sagte Viola Ludwig.

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