Die Gemeinde Eilsleben hat sich für eine neue Technologie zur Ausleuchtung aller ihrer Straßenzüge entschieden. Nach einem mehrmonatigen Probebetrieb ist man von dem erkorenen Konzept namens Dimmlight überzeugt und wird das Patent mit garantierter Kosteneinsparung fortan offiziell nutzen.

Eilsleben l Bereits Ende 2013 habe man die Umrüstung der Laternentechnik im gesamten Gemeindegebiet in die Wege geleitet, erklärt Bauamtsmitarbeiterin Dana Duchstein. Mittlerweile sei ganz Eilsleben inklusive der sechs Ortsteile an die Dimmlight-Geräte angeschlossen. Die sorgen dafür, dass die Straßenbeleuchtung bedarfsgerecht reguliert werden kann, soll heißen: Die Lampen strahlen je nach Tageszeit unterschiedlich leistungsstark.

"Es funktioniert im Prinzip so wie der gebräuchliche Dimmer in der Wohnstube", sagt Vertriebsleiter Bernhard Dombrowski von der in Zerbst ansässigen KD Elektronik-Systeme GmbH. Das Unternehmen ist sowohl Hersteller als auch Patentinhaber der Dimmlight-Technologie. "Die ist so effizient, dass wir unseren Partnern - bundesweit schon mehr als 500 Kommunen - eine Garantie auf spürbare Kosteneinsparung und im Fall der Gemeinde Eilsleben eine Amortisierung der Investitionskosten innerhalb von drei bis vier Jahren zusagen können", so Dombrowski weiter.

Es brennen wieder alle Lampen, aber gedrosselt

Bürgermeister Manfred Jordan, wie auch sein Gemeinderat, ist von "dieser intelligenten und bürgerfreundlichen Lösung überzeugt: "Bisher haben wir versucht, Energie und Kosten zu sparen, indem jede zweite Straßenlampe über Nacht ausgeschaltet wurde. Das ist inzwischen anders. Es leuchten alle Lampen, was nicht zuletzt auch ein Aspekt der allgemeinen Sicherheit ist. Somit bleibt der Sinn der Lampen an sich erhalten, aber sie werden nach Uhrzeiten gestaffelt um bis zu zwei Drittel gedrosselt." Ihm seien bisher noch keine negativen Meinungen oder Reaktionen darüber zu Ohren gekommen, da seit einigen Monaten schon so verfahren wird, sagte Jordan bei der nun offiziellen Inbetriebnahme der Technik.

Rund 130000 Euro hat sich die Gemeinde die Umstellung für die insgesamt 765 Lampen in den sieben Dörfern kosten lassen. "Der Großteil, etwa 103000 Euro, musste für die Anschaffung der Dimmgeräte, Schränke und Schalter aufgewendet werden", legt Dana Duchstein dar. Der Rest schlage im Wesentlichen für die Arbeitsstunden beim Umbau zu Buche. Verantwortlich dafür waren ortsansässige Elektrikerfirmen.

Dimmlight-Vertreter Bernhard Dombrowski machte Manfred Jordan gegenüber ganz selbstbewusst das Versprechen: "Sie werden begeistert sein. Die Einsparungen werden sich schnell und deutlich bemerkbar machen - und das bedeutet nichts anderes als mehr Luft in Ihrem Gemeindehaushalt."

Reduzierung von Verbrauch und Kosten um 50 Prozent

Für konkrete Zahlen müsse man "natürlich die nächste Abrechnung abwarten und dann vergleichen", so Jordan. Doch stimmte ihn die nun getätigte Momentaufnahme am Zentraldimmer am Eilsleber Rathaus bereits zuversichtlich. Die Zählerwerte untermauerten das garantierte Ziel von nahezu 50 Prozent Stromverbrauchssenkung. Eilsleben zahlte jährlich fast 90000 Euro, nach aktueller Preislage sollen es künftig nur noch 49000 Euro sein.

Bilder