Der beste Musikschüler des Landes kommt aus Oschersleben. Marius Beier ist jetzt vom sachsen-anhaltischen Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) in Magdeburg mit einem Stipendium in Höhe von 1000 Euro ausgezeichnet worden.

Oschersleben l"Ja, ein bisschen stolz macht mich das schon", sagt der 18-jährige Marius Beier bescheiden. Mit der Unterstützung des Leiters der Kreismusikschule "Kurt Masur" in Oschersleben, Bernd Hohmann, hatte sich der Spieler eines Bajans, also der russischen Variante eines Knopfakkordeons, um die Vergabe dieses Stipendiums beworben. "Das Land vergibt jährlich zehn Förderstipendien für besonders begabte Schüler der Musikschulen Sachsen-Anhalts. Bei entsprechenden Leistungen wie der Teilnahme an Wettbewerben oder das Bestehen spezieller Prüfungen erhalten die jungen Talente diese Auszeichnungen", erklärte Hohmann. Marius Beier habe eben jene Vorgaben erfüllt. So habe er für die Prüfungen und Wettbewerbe wie beispielsweise "Jugend musiziert" entsprechend seiner hervorragenden Leistungen jeweils hohe Punktzahlen erreicht. "Die Summe aller Bewertungen führt zu einem Ranking. Hier hat Marius für das Schuljahr 2013/14 sogar den ersten Platz belegt", erklärte der Schulleiter weiter. Nur alle drei Jahre könnten sich Musikschüler für ein derartiges Stipendium bewerben.

Bereits mit seinem fünften Lebensjahr wurde Marius Beier im Rahmen der musikalischen Früherziehung an der Musikschule an die Kunst des Tones herangeführt."Nur wenige Monate nach Beginn, also im August 2001, fing das Talent mit dem Akkordeon an. Er muss schon damals durch seine Grundmusikalität auffällig gewesen sein", betonte Bernd Hohmann. Im Jahr 2007 sei Beier auf das Bajan umgestiegen. Doch damit nicht genug: "Ich spiele seit dem vergangenen Jahr nun auch Klavier und nehme außerdem Gesangsunterricht", erzählte der Nachwuchsmusiker.

Als Ensemble-Mitglied auf Tourneen

Zudem sei er seit drei Jahren Mitglied des Landes-Akkordeon-Ensembles, "einem Auswahlorchester der besten Spieler aus ganz Sachsen-Anhalt", fügte Bernd Hohmann unterstreichend an. Mit der Truppe reise das junge Talent von Konzert zu Konzert. Austragungsorte in diesem Jahr waren beispielsweise Wolgast und Stralsund im Rahmen einer Ostsee-Tournee sowie Bühnen in Ungarn.

"Außerdem befinde ich mich gerade in der studienvorbereitenden Ausbildung. Ja, ich möchte einen Beruf mit Musik ergreifen", untermauerte Marius Beier seine Ambitionen. Lehramt mit Musik schwebe ihm vor, also als Lehrer an einem Gymnasium zu arbeiten. Das Geschäft als Profimusiker sei ihm zu unsicher. "Eine künstlerische Laufbahn im Nebenberuf ist doch eine gute Alternative", so Beier.

Sein außergewöhnliches Talent beweist der Jungmusiker immer wieder - nicht nur während der zahlreichen Auftritte in Oschersleben. So belegte Beier im Regionalausscheid sowie im Landesausscheid des Wettbewerbs "Jugend musiziert" jeweils den ersten Platz, im Bundesausscheid kam er auf den zweiten Rang. Im Wettbewerb "Musik aus Kommunen" der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg war er sowohl im Regionalausscheid als auch im Drei-Länder-Finale der beste Jungmusiker. Und im Oberstufenabschluss im Fach Bajan der Musikschule erreichte Marius Beier die Note "hervorragend".

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