Oschersleben (yhe) l Es bleibt dabei: So lange es nichts Spruchreifes aus der Arbeitsgruppe "Kombibad" gibt, werden auch keine Informationen weitergegeben. Diese Antwort erhielten Oschersleber Bürger, als sie in der Einwohnerfragestunde des Bauausschusses nach dem Stand der Dinge in Sachen Kombibad fragten. Ihre Anfrage begründeten die interessierten Besucher. So würde schließlich der Bebauungsplan bereits auf der Tagesordnung des Ausschusses stehen. Da müsste es doch auch genauere Informationen zum geplanten Neubau im Norden Oschersleben geben, lautete deren Argument. "Mit dem Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes schaffen wir lediglich Baurecht, nicht mehr und nicht weniger. Wichtige und konkrete Festlegungen zum Kombibad selbst wurden bislang nicht getroffen", lautete daraufhin die Antwort von Mathias Steffen, verantwortlicher Planer bei der Stadtverwaltung.

Beim Aufstellen des Bebauungsplanes "Kombibad" werde ein verkürztes Verfahren greifen. Und Mathias Steffen machte den Einwohnern auch deutlich, dass besagter Plan laut Baugesetzbuch notwendig sei, obwohl das Freibad an dieser Stelle schon vorhanden ist.

Den Mitgliedern des Bauausschusses lagen zwei Beschlussvarianten eines Bebauungsplanes vor. Variante A sieht die Überplanung des Freibadareals einschließlich der nördlich angrenzenden Kleingartenanlage "Bürgerpark" vor. Variante B bezieht sich nur auf das Gelände des heutigen Freibades. Rund 35000 Euro mehr an Planungskosten würde Variante A verursachen. Aber nicht nur deshalb entschieden sich die Stadträte einstimmig für eine Planung ohne "Bürgerpark" und damit für Variante B. Die Kleingartenanlage befinde sich in einem besonders schützenswerten Biotop und unterliege dem Bundesnaturschutzgesetz, dem Naturschutzgesetz Sachsen-Anhalt und dem Bundeskleingartenvereinsgesetz - allein diese Tatsachen würden die gesamte Angelegenheit nur verkomplizieren sowie Zeit und Geld kosten, so die einhellige Meinung des Bauausschusses.